Wirtschaftsforscher rechnen langfristig mit steigenden Ölpreisen

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Bereits zu Beginn des Jahres durchbrach der Ölpreis erstmals die Rekordmarke von 100 Dollar pro Barrel, um die er seitdem pendelt. Nach oben scheint alles offen, obwohl sich Ökonomen von führenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstituten mit Voraussagen für die Preisentwicklung eher zurückhalten. "Dafür gibt es keine guten Prognosemittel", sagte zum Beispiel Oliver Hülsewig vom Münchener Ifo-Institut kürzlich gegenüber der "Welt". Zu unberechenbar seien die Schwankungen von Angebot und Nachfrage, die Entscheidungen von Spekulanten und der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) sowie mögliche terroristische Attentate wie jüngst auf Ölpipelines in Nigeria. Es gibt aber auch Experten, die konkreter werden: Für Prof. Claudia Kemfert, Energiespezialistin im Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), ist in fünf Jahren ein Ölpreis von 150 Dollar wahrscheinlich, in zehn Jahren sogar ein Preis von 200 Dollar. In einem Interview mit der "Berliner Zeitung" bringt sie die Ursache für den weiteren Preisanstieg so auf den Punkt: "… weil die Ölvorräte zunehmend knapp werden".
Auch Klaus-Jürgen Gern, Forscher am Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW), rechnet auf lange Sicht mit steigenden Ölpreisen. Er rät daher, verstärkt nach alternativen Energieträgern zu suchen: "Es muss uns gelingen, Öl zu vertretbaren Kosten zu ersetzen."

Holzpelletskunden können langfristig mit stabilen Preisen rechnen
Zu den zukunftssichereren Alternativen für die Verbraucher zählt neben kostenloser Sonnenenergie der CO2-neutrale Brennstoff Holzpellets, betont die Paradigma Energie- und Umwelttechnik GmbH & Co. KG in einer Pressemitteilung. Laut "Brennstoffspiegel" – Monatsmagazin für den Brennstoff- und Mineralölhandel in Deutschland – entwickelten sich die Preise für Holzpellets 2007 nicht nur im Jahresdurchschnitt, sondern auch im Monatsvergleich rückläufig. "Holzpelletskunden können angesichts der erhöhten Produktionskapazitäten und der nun gleichmäßig wachsenden Nachfrage langfristig mit stabilen Preisen rechnen", zitiert Paradigma. Mehrjährige Liefer- und Preisgarantien von Kesselherstellern wie Paradigma machten zudem deutlich, dass die Akteure im Markt dies überwiegend so sähen. Dank erhöhter staatlicher Förderung, moderner Technik und der Möglichkeit einer Kopplung mit Solar-Anlagen sowie vergleichsweise günstiger Brennstoffkosten entwickle sich die Holzpelletsheizung zu einer langfristigen Alternative. Und das vor allem dort, wo Kunden darüber nachdenken, sich von leitungsgebundenen Energieanbietern unabhängig zu machen, dabei aber nicht auf Heizöl umsteigen wollen.
Die Wärmeversorgung mit Holzpellets kostet laut Paradigma aktuell durchschnittlich 3,9 Cent pro Kilowattstunde (kWh). Das sei weit günstiger als das Heizen mit Öl oder Gas. Der kWh-Preis von Öl- und Gasheizungen liege bei derzeit 6,5 bzw. 7,0 Cent inklusive Zählergebühr, Tendenz steigend.

Kombinationsbonus für Pellets und Solarthermie
Das neue Marktanreizprogramm für erneuerbare Energien (MAP), das den Absatz von Technologien im Markt durch Investitionsanreize stärken und deren Wirtschaftlichkeit verbessern will, bietet seit Januar deutlich verbesserte Fördersätze für Pelletsheizungen und Solaranlagen. Neu an der künftigen Förderung ist ein Bonussystem, das für deutlich höhere Förderbeträge sorgen kann. Wer Solarkollektoren und Biomassekessel besonders energieeffizient einsetzt oder erneuerbare Energien miteinander kombiniert, wird zusätzlich mit dem so genannten Kombinationsbonus belohnt.
Weitere Informationen: http://www.solarserver.de/marktanreizprogramm.html

11.03.2008 | Quelle: Paradigma Energie- und Umwelttechnik GmbH & Co. KG | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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