Solarpraxis: Spaniens Photovoltaik-Markt verdoppelt sich – Förderung wird fortgesetzt

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Der spanische Photovoltaik-Markt wächst auch 2008 kräftig weiter; berichten die Ingenieure der Berliner Solarpraxis AG unter Berufung auf die Entwicklung des eigenen Projektgeschäfts sowie eine aktuelle Erhebung des US-amerikanischen Finanzinstituts PiperJaffray. Die Prognose, die in Zusammenarbeit mit dem spanischen Generalsekretär für Energie, Ignasio Nieto, erstellt wurde, geht von einem Wachstum der neu installierten Leistung in Höhe von rund 700 Megawatt (MW) aus. Im ersten Quartal seien bereits rund 200 MW installiert worden. Spanien hole damit schneller auf als bisher erwartet und nähere sich der Größenordnung des deutschen Photovoltaik-Marktes, des derzeit größten Marktes weltweit. 2006 seien in Deutschland rund 800 MW neu installiert worden, heißt es in der Pressemitteilung der Solarpraxis AG. Insgesamt werde sich die Leistung der Solarstrom-Anlagen in Spanien von 569 MW Ende 2007 auf etwa 1.200 MW in diesem Jahr erhöhen.
„Damit hat sich die Aussage der Solarpraxis AG aus dem vergangenen Jahr bestätigt, dass sich der spanische Markt durch überdurchschnittliche Zuwächse auszeichnen wird“, betont Karl-Heinz Remmers, Vorstandsvorsitzender und fachlicher Leiter der Engineering-Abteilung der Solarpraxis AG. „Mit der prognostizierten Zuwachsrate von rund 110 Prozent liegt das Wachstum in Spanien sogar über unseren Erwartungen“, so Remmers weiter.

Solarstrom-Einspeisevergütung in Spanien künftig ohne Deckelung
Sehr positiv sehen die Ingenieure der Solarpraxis AG die derzeit von der spanischen Regierung geplante neue Einspeisevergütung: So soll es künftig für Photovoltaik-Anlagen mit einer Größe von weniger als 2 MW keinerlei Mengenbegrenzung (Deckelung) mehr geben. Im Bereich der bislang in Spanien dominierenden Anlagen unter 2 MW entstehe mit dieser mehrjährigen Festlegung der Preise und Mengen eine wesentlich höhere Planungssicherheit als mit den bisher immer wieder neu definierten Regelungen. Auch würden die gezahlten Einspeisevergütungen (entsprechend der Anlagengröße bis zu 44 Cent/kWh bei bis zu doppelter Sonneneinstrahlung im Vergleich zu Deutschland) weiterhin einen sehr guten Rahmen für Investitionen in Spanien bieten und damit immense Exportchancen für deutsche Unternehmen eröffnen, betont die Solarpraxis AG.“

Wettrennen um die Zukunftstechnologie Photovoltaik
Deutsche Hersteller haben 2007 nach Angaben des Bundesverbands Solarwirtschaft (BSW-Solar) Solartechnik im Wert von zwei Milliarden Euro exportiert, einen Großteil davon nach Spanien. „Das Wettrennen um den Zugang zur Zukunftstechnologie Photovoltaik wird sich mit den neuen Anstrengungen in Spanien weiter beschleunigen. Deshalb muss die bisher sehr erfolgreich verlaufene Technologieeinführung in Deutschland ohne Unterbrechungen oder abrupte Änderungen weiterlaufen“, so Remmers.

01.04.2008 | Quelle: Solarpraxis AG | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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