Größte Solarwärmeanlage Mitteleuropas in Graz eröffnet

NULL

„Ein Meilenstein in der Solar-Geschichte unseres Landes! Mit der größten Solar-Anlage Mitteleuropas zur Einspeisung ins Fernwärmenetz der Landeshauptstadt Graz beweist die Steiermark einmal mehr ihre Vorreiterrolle auf dem Gebiet der Erneuerbaren Energien!“. Mit diesen Worten kommentierte der steirische Umwelt-Landesrat Manfred Wegscheider die Eröffnung der mittlerweile 3.556 Quadratmeter großen Sonnenkollektorenfläche auf dem Betriebsgelände der AEVG am „Internationalen Tag der Sonne“. Vom Fernheizwerk aus wird ganzjährig das Fernwärmenetz der Energie Graz beliefert. Die technischen Daten der Solarthermie-Anlage beeindrucken: 3.556 m2 Kollektorfläche, 1.600 Megawattstunden (MWh) jährlicher Ertrag und 480.000 Kilogramm CO2 Einsparung pro Jahr.
Landesrat Johann Seitinger verwies darauf, dass die Anlage von AEVG ein Modell dafür sei, dass der verstärkte Einsatz der Solarenergie nicht nur im Wohnbaubereich besonders wichtig und notwendig sei, sondern die Solarwärme auch für gewerbliche Objekte genutzt werden sollte, um die für die im Kyoto-Protokoll eingegangenen Verpflichtungen zur Senkung der CO2-Emissionen erfüllen zu können.

Grazer Bürgermeister Nagl: Sonnenenergie Kosten ist die klimafreundlichste Form der Energiegewinnung
„Solarenergie spart nicht nur hohe Energiekosten, sie ist auch ein beispielhafter und zukunftweisender Ansatz für einen effektiven Klimaschutz. Für mich spart Sonnenenergie Kosten und ist die klimafreundlichste Form der Energiegewinnung“, betont Seitinger. Stolz zeigte sich der Grazer Bürgermeister Mag. Siegfried Nagl: „Das heute eröffnete S.O.L.I.D.-Projekt AEVG ist mehr als ein Mosaikstein. Der globale Wettbewerb bedeutet auch Wettbewerb um die Technologieführerschaft. Graz ist Wissensstadt und wir werden die Kreativität und Innovationskraft der Grazerinnen und Grazer nutzen, um mit den von mir vorgeschlagenen Maßnahmen die Lebensqualität weiter zu steigern.“

Pilotprojekt und Vorbild für weitere gewerbliche Solaranlagen
Für die Nutzung der Dachflächen sind die steirische Gas &Wärme als Vertragspartner für das Fernheizwerk beziehungsweise die AEVG für deren eigene Hallen verantwortlich. „Die Stadtwerke-Tochter AEVG präsentiert sich als Verwertungsanlage nach modernstem Stand der Technik und ist bemüht, laufend Umweltschutzmaßnahmen in den Betrieb zu integrieren. Die Solaranlage auf den Dächern des Betriebsgebäudes versteht sich als Pilotprojekt und Vorbild für weitere Anlagen im gewerblichen Bereich – also als innovativer Vorreiter“, ist Vorstandsdirektor Mag. Dr. Wolfgang Messner vom Erfolg des Projektes überzeugt. Ebenso Vorstandsdirektor DI Wolfgang Malik: „Nach dem Muster der Solaranlage am Stadion Liebenau oder dieser heute bei unserer Tochter AEVG planen wir für die Zukunft weitere solare Großanlagen mit einer Kollektorfläche von 18.000 m² wie in unserem Wasserwerk Andritz oder im neuen Bad Eggenberg.“

Umwelt-Ressort des Landes Steiermark fördert mit 130.000 Euro
Eine Besonderheit des Projekt ist die Errichtung der Anlage auf vier verschiedenen Gebäuden. Jedes Hallendach kann separat abgesperrt und reguliert werden. Durch dieses innovative Projekt mache sich einmal mehr die aktive Förderpolitik des Landes Steiermark bezahlt, heißt es in der Pressemitteilung. „Seit 2004 hat sich die Quadratmeteranzahl an Kollektorflächen in der Steiermark versiebenfacht! Für die Anlage der AEVG ist ein Förderbetrag seitens des Umwelt-Ressort des Landes von € 130.000 ermöglicht worden und die auch noch abschließend positive Botschaft lautet: die Erweiterung dieser Europa-weit einzigartigen Anlage ist bereits in Planung!“, so Landesrat Wegscheider.

20.05.2008 | Quelle: | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

Schließen