Solarverein Berlin-Brandenburg will Berliner Flughafen zum “Solarhafen Tempelhof” machen

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Zur bevorstehenden Schließung des Berliner Flughafens Tempelhof plant der Solarverein Berlin-Brandenburg e.V. ein Forum mit dem Titel “Solarhafen Tempelhof” zu dem Vertreter von Senat, Energiewirtschaft und Finanzwesen eingeladen werden sollen. Derzeit würden erste Konzepte zur Nachnutzung der riesigen Flughafenflächen entwickelt, so der Verein in einer Pressemitteilung. Es bestehe die Chance, vorbildliche Klimaschutzmaßnahmen, wie beispielsweise den Bau von Photovoltaik-Anlagen in die Planungen einfließen zu lassen. Auch im Land Brandenburg gebe es bereits Pläne, frühere Flughäfen für Solarstromanlagen zu nutzen. “Wir wollen, dass Berlin mit Tempelhof einen vorbildlichen Klimaschutzbeitrag leistet!”, betont der Solarverein.
Der Verein fördert die Nutzung der Solarenergie, unter anderem durch Errichtung von Bürgersolaranlagen.

Freiflächen bieten viel Raum für Photovoltaikanlagen zur dauerhaften Solarstromerzeugung
Der Senat von Berlin sei sich einig, dass neben sinnvollen Randbebauungen für Wohnen und Gewerbe große Freiflächen erhalten bleiben sollen, so der Verein. Die Freiflächen böten viel Platz für Freizeitnutzungen, aber auch für großflächige, gegebenenfalls auch nachführbare Photovoltaikanlagen zur dauerhaften Solarstromerzeugung. Auch mehrjährige Zwischennutzungen mit Solaranlagen seien denkbar, bevor Flächen entsiegelt, Böden saniert und Bebauungspläne umgesetzt werden können. Zur Nutzung durch Photovoltaik-Anlagen eigne sich Tempelhof besonders durch den hohen Anteil versiegelter Flächen (Start- und Landebahnen, Stellflächen), absolute Verschattungsfreiheit und durch die Einzäunung für die nächtliche Schließung. Auch andere Arten regenerativer Energieerzeugung, wie zum Beispiel Windräder entlang der Ringbahn/Stadtautobahn oder geothermische Anlagen ließen sich in die Planungen aufnehmen.

Forum “Solarhafen Tempelhof”
Das Forum “Solarhafen Tempelhof” soll entsprechende Anregungen beraten sowie konkrete Nutzungsvorschläge erarbeiten und diese nach Möglichkeit in die Stadtentwicklungsplanung einfließen lassen. Die Vorschläge und Interessenbekundungen sollen Anfang September unter dem Aspekt wirksamer Klimaschutzbeiträge öffentlich vorgestellt und diskutiert werden. Der Solarverein hat die Senatorin für Stadtentwicklung in seiner Einladung gebeten, die Solarnutzung schon jetzt in den beginnenden Planungsgesprächen zu berücksichtigen. Kontaktadresse per E-Mail: huebner-kosney@solarverein-berlin.de

28.05.2008 | Quelle: Solarverein Berlin-Brandenburg e.V. | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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