Solar-Unternehmen Conergy reduziert geplanten Bezug von Wafern

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Die Conergy AG (Hamburg) und MEMC Electronic Materials, Inc. (St. Peters, Missouri USA) haben sich auf eine Ergänzung des im Oktober 2007 geschlossenen Vertrags über die Lieferung von Solar-Wafern geeinigt, dem Ausgangsmaterial für Solarzellen. Das berichtet Conergy in einer Pressemitteilung. Im Rahmen dieser Ergänzung hätten die Unternehmen das Umsatzvolumen des Vertrages über die 10-jährige Laufzeit von sieben bis acht Milliarden US-Dollar auf rund vier Milliarden US-Dollar angepasst. Dadurch erhöhe die Conergy – wie angestrebt – den operativen und finanziellen Spielraum zur Umsetzung ihrer neuen Unternehmensstrategie.
MEMC könne im Gegenzug ihren anderen Kunden – vorrangig in den späteren Jahren der Vertragslaufzeit – zusätzliche Wafermengen zur Verfügung stellen.
Die Vertragsänderung reduziere – bei geringfügig erhöhten Preisen – die von MEMC an Conergy zu liefernden Wafermengen vorrangig in der zweiten Hälfte der Vertragslaufzeit. Conergy werde MEMC auch weiterhin eine rückzuerstattende Investitionszulage zur Verfügung stellen, deren Höhe sich nach der abzunehmenden Wafermenge bemisst. Alle übrigen wesentlichen Regelungen des Vertrags bleiben laut Conergy unverändert. So werde MEMC nach wie vor ab dem dritten Quartal 2008 über die nächsten zehn Jahre Siliziumwafer an Conergy zu festgelegten Preisen auf “take or pay”-Basis liefern. Daneben sei vorgesehen, dass MEMC zu 5 % an der Wertsteigerung der Photovoltaik-Modulfabrik in Frankfurt (Oder) beteiligt wird, einer Unternehmenstochter von Conergy.
“Mittlerweile hat Conergy eine Vielzahl wichtiger Schritte in seiner Restrukturierung unternommen, um sich für die Zukunft bestmöglich aufzustellen”, so Nabeel Gareeb, Vorstand von MEMC. “Diese neue Vereinbarung unterstützt die von Conergy angestrebte Entwicklung, sich wieder profitabel auszurichten. Zugleich stärkt sie das Unternehmen auch als Partner für MEMC. Unser geänderter Vertrag fügt sich in die neue Vision von Conergy ein. Auch ermöglicht er MEMC, den verbleibenden Anteil des Wafervolumens anderen Kunden zur Verfügung zu stellen und ihre Kundenstruktur weiter zu diversifizieren.”
Conergy-Chef Dieter Ammer ergänzt: “Wir begrüßen die Flexibilität, mit der MEMC uns ermöglicht, die Vereinbarung an unsere geänderte Unternehmensstrategie anzupassen. Gleichzeitig stellen wir eine ausreichende Langfristversorgung unserer Modulfabrik in Frankfurt (Oder) sicher. MEMC ist für das langfristige Wachstum von Conergy ein wichtiger, strategischer Partner. Die Vertragsänderung erhöht in Zukunft unseren operativen wie finanziellen Spielraum. So können wir unser Unternehmen noch schneller zu einem profitablen Downstream-Player entwickeln, der schon heute über eines der größten, internationalen Vertriebsnetzwerke der Branche verfügt. Wir planen, die erforderlichen Anzahlungen an MEMC in den kommenden Wochen zu tätigen, so dass die ersten Lieferungen wie vereinbart im dritten Quartal 2008 beginnen können.”

12.07.2008 | Quelle: Conergy AG | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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