Hermann Scheer fordert Wolfgang Clement zum Streitgespräch über das Energieprogramm der Hessen-SPD

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Der SPD-Bundestagsabgeordnete und EUROSOLAR-Präsident Dr. Hermann Scheer lädt in einem offenen Brief den früheren Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement zum Streitgespräch über das hessische SPD-Energieprogramm ein. Nach kritischen Äußerungen über die Chefin der Hessen-SPD, Andrea Ypsilanti, sowie das Energieprogramm der hessischen Sozialdemokraten hatte die Landesschiedskommission der SPD in Nordrhein-Westfalen ein Ausschlussverfahren gegen Clement eingeleitet, weil Clement vor der Landtagswahl in Hessen indirekt von der Wahl der SPD abgeraten habe. Am Samstag, den 02.08.2008, habe Clement in einem Interview in der WELT erklärt, dass die hessische SPD die inhaltliche Auseinandersetzung mit ihm über ihr Energieprogramm nicht “gewagt” habe.
Bereits unmittelbar nach der hessischen Landtagswahl hätten zwei Zeitungen mit bundesweiter Beachtung – die Wochenzeitung “Die Zeit” und die Tageszeitung “taz” – Clement unabhängig voneinander ein Streitgespräch mit Scheer als dem Verfasser des hessischen SPD-Energieprogramms vorgeschlagen, und als demjenigen, der dieses im hessischen Wahlkampf repräsentiert habe. “Beide Male habe ich einem solchen Streitgespräch zugestimmt, während Du die Mitwirkung – nicht aus terminlichen Gründen – verweigert hast”, schreibt Scheer an Clement.

Bei einer öffentlichen Erörterung sollen “konventionelles und neues Denken” aufeinandertreffen
“Da Du nun die inhaltliche Auseinandersetzung explizit selbst vorschlägst, fordere ich Dich hiermit in einem offenen Brief – weil die Auseinandersetzung nun einmal eine öffentliche ist – zu einem Streitgespräch mit mir über das hessische Energieprogramm auf. Dieses Streitgespräch sollte im Rahmen einer öffentlichen SPD-Veranstaltung in Hessen stattfinden und von einem im beiderseitigen Konsens ausgewählten Journalisten moderiert werden”, so Scheer. In der Tat sei das hessische SPD-Energieprogramm weitreichend – nicht nur in energiepolitischer, sondern auch in wirtschafts- und umweltpolitischer Hinsicht, das eine sachliche Auseinandersetzung wert sei, bei der konventionelles und neues Denken aufeinandertreffen, unterstreicht Scheer. “Dies wäre die angemessene und demokratischste Möglichkeit, zu einer sachlichen Erörterung zu kommen; es wäre vor allem für die SPD die konstruktivste”, schreibt Scheer.
Weitere Informationen zum Energieprogramm der Hessen-SPD: “Neue Studie: Atomausstieg kann mit erneuerbaren Energien ausgeglichen werden”

04.08.2008 | Quelle: | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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