12 Kommunen für den effizienten Einsatz von Energie mit dem European Energy Award ausgezeichnet

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Gleich zwölf Städte und Gemeinden aus Nordrhein-Westfalen erhielten am 7. November 2008 von Wirtschaftsministerin Christa Thoben im Gelsenkirchener Wissenschaftspark den “European Energy Award” für ihre beispielhaften Anstrengungen zur Senkung des kommunalen Energieverbrauchs. Preisträger waren Borgentreich, Burscheid, Dortmund, Emmerich, Gelsenkirchen, Havixbeck, Lohmar, Niederzier, Rommerskirchen und Willich. Bonn und Senden wurden mit dem European Energy Award in Gold ausgezeichnet, der höchsten Kategorie in diesem Wettbewerb.
“Ich freue mich über die Anerkennung der zukunftsweisenden Energiekonzepte der zwölf Kommunen. Gerade Städte und Gemeinden haben eine wichtige Vorbildfunktion gegenüber Unternehmen und Verbrauchern. Sie können durch effektive Schritte den Energieverbrauch senken und das Klima entlasten. Die dadurch eingesparten Mittel stehen dann für andere wichtige Aufgaben zur Verfügung”, erklärte Ministerin Christa Thoben heute bei der Siegerehrung.

Effizienter Umgang mit Energie und Nutzung erneuerbarer Energien in den Kommunen
Der European Energy Award (eea) wird an europäische Städte und Gemeinden verliehen, die sich erfolgreich an einem Qualitätsmanagement- und Zertifizierungsverfahren zum schonenden Energieeinsatz beteiligt haben. Ziel ist es, durch den eea den effizienten Umgang mit Energie und die Nutzung erneuerbarer Energien in den Kommunen zu erhöhen. In NRW wurden von den mittlerweile über 75 am eea teilnehmenden Kommunen in den vergangenen Jahren bereits 17 Städte und Gemeinden mit dem Preis ausgezeichnet. Die EnergieAgentur.NRW organisiert im Auftrag des Wirtschaftsministeriums das Energiemanagementverfahren “European Energy Award” für Nordrhein-Westfalen. Alle Kommunen haben eine Fülle von Klimaschutzmaßnahmen umgesetzt.

Bonn: Einbindung erneuerbarer Energien in die Versorgungsstruktur; Senden: Holzpelletkessel vermeidet 470 Tonnen CO2 pro Jahr
In Bonn ist der Klimaschutz längst fester Bestandteil des Standortmarketings. So werden bei auf Vorhaben bezogenen Bebauungsplänen, Entwicklungsmaßnahmen und beim Verkauf stadteigener Grundstücke Energiekonzepte erstellt, sobald mehr als 50 Wohneinheiten auf den Flächen entstehen sollen. Dabei werden unter anderem die Wirtschaftlichkeit von Nahwärmeversorgung und die Einbindung erneuerbarer Energien in die Versorgungsstruktur geprüft.
Senden, nahe Münster (Westfalen) punktete kräftig mit dem neuen Schwimmbad “Cabrio”. Dabei war Ziel, ein Bad zu errichten, das mit seinen CO2-Emissionen 20 Prozent unter dem Wert vergleichbarer Bäder liegt. Dazu wurde das “Cabrio” an einen Wärmeverbund mit einer Mehrzweckhalle, einer Doppelturnhalle sowie einem Umkleidegebäude angeschlossen. Zentrum des Wärmeverbundes sind ein 840-kW-Holzpelletkessel für die Grundlast, sowie zwei Gaskessel mit einer Leistung von je 336 kW für den Spitzenlastbetrieb. Der Heizwärmebedarf des Bades liegt bei 2,6 Millionen Kilowattstunden, die CO2-Einsparung des Holzheizkessels beträgt gegenüber einer Gasheizung fast 470 Tonnen pro Jahr.

12.11.2008 | Quelle: Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Energie NRW | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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