Internationale Solar-Industrie begrüßt IRENA-Gründung: Signale für erneuerbare Energien weltweit auf grün

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Der Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. (BEE) begrüßt die Gründung der Internationalen Agentur für erneuerbare Energien (IRENA) als bedeutsamen Schritt zum Aufbau einer nachhaltigen Energieversorgung für die gesamte Menschheit. „IRENA wird dabei helfen, die Signale für die Erneuerbaren Energien weltweit auf grün zu stellen“, ist BEE-Präsident Dietmar Schütz überzeugt. Das zeige schon die große Zahl von fast 50 Staaten, welche sich an der Gründung beteiligen. Auch die Ankündigung des neuen amerikanischen Präsidenten, massiv in erneuerbare Energien zu investieren, unterstreiche die große Bedeutung dieser Zukunftsbranche. Das Photovoltaik-Unternehmen First Solar hat die Gründung der IRENA als wichtigen Schritt zur weltweiten Förderung von Investitionen in erneuerbare Energien begrüßt. „Die Gründung von IRENA ist ein Signal an die globalen Märkte, dass erneuerbare Energien in der Politik auf lange Sicht eine hohe Priorität genießen und zeigt, dass Entscheider den Kampf gegen die globale Erwärmung ernst nehmen“, erklärte Mike Ahearn, Vorstand von First Solar.

Gegengewicht zur Atomenergie- und Energieagentur
Nach Ansicht des BEE gibt es mit der neuen Institution IRENA endlich das notwendige Gegengewicht zur Internationalen Energieagentur (IEA) und der Internationalen Atomenergie Agentur (IAEA), die sich vorrangig für fossile und nukleare Energieerzeugung stark machen. Schütz: „Die globalen Energie- und Klimaprobleme können wir nur mit Hilfe der Erneuerbaren Energien lösen. Diese Erkenntnis hat sich bei den bestehenden Interessenorganisationen der Energiewirtschaft noch nicht hinreichend durchgesetzt. Umso wichtiger ist es, dass mit der IRENA nun ein internationaler Akteur diese Botschaft mit Nachdruck verbreitet.“ Insbesondere für Entwicklungsländer berge der Ausbau der erneuerbaren Energien große Chancen auf wirtschaftliche Entwicklung, ohne dabei die negativen Begleiterscheinungen teurer und klimaschädlicher Ressourcen wie Öl, Kohle und Gas einzukaufen. IRENA werde wirksame Hilfestellungen leisten und die Vernetzung zwischen Ländern, Märkten und Unternehmen im Bereich Erneuerbare Energien erleichtern. „Damit vergrößern sich nicht zuletzt die Exportchancen für deutsche Unternehmen, die mit ihrem technologischen Vorsprung im Bereich der Erneuerbaren Energien attraktive Angebote für den Weltmarkt bereit halten“, erklärt Schütz.

First Solar: Auch die USA sollen IRENA beitreten
„Wir rufen die USA und alle anderen Nationen, die noch kein Mitglied sind, auf, IRENA beizutreten und deren Vision einer nachhaltigeren Umwelt für zukünftige Generationen aktiv zu unterstützen“, sagte First Solar-Vorstand Ahearn, „Die umfangreiche internationale Unterstützung für IRENA zeigt, dass Investitionen in Alternativen zu fossilen Brennstoffen in Entwicklungsländern genauso wichtig sind wie in Industrieländern“, betont Ahearn. „Wir sind zuversichtlich, dass die IRENA bei der Identifizierung und Entwicklung optimaler Bedingungen eine Schlüsselrolle spielen wird. Damit kann sie einen wichtigen Beitrag zur Schaffung von Investitionsanreizen für Behörden und Privatanleger in erneuerbare Energien leisten.“

26.01.2009 | Quelle: BEE; First Solar | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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