FDP: Solar-Strom aus Nordafrika nach Deutschland bringen

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Die FDP will die Rahmenbedingungen schaffen, um Solar-Strom aus Nordafrika nach Deutschland zu bringen, erklärte der umweltpolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion Michael Kauch anlässlich der Anhörung zu „Erneuerbaren Energien in Afrika“ im Bundestagsausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit am 28.01.2009. Dieser Strom könne helfen, den Energiemix vielfältiger zu machen. Das nütze der Versorgungssicherheit. Zugleich sei Solar-Strom aus den sonnenreichen Ländern ein kostengünstigerer Beitrag zum Klimaschutz als manche erneuerbare Energie aus Deutschland, so der FDP-Sprecher. Die FDP fordert die Bundesregierung auf, den Solarplan der Mittelmeerunion mit Nachdruck zu unterstützen. Er dürfe sich nicht auf Absichtserklärungen beschränken, sondern müsse konkrete privatwirtschaftliche Projekte auslösen.

Rahmenbedingungen für den Bau einer Hochspannungsgleichstrom-Leitung nach Europa müssen geklärt werden
Nach Angaben eines Sachverständigen in der Anhörung würden in zwei bis drei Jahren die ersten solarthermischen Kraftwerke in Marokko und Algerien an das Netz gehen, heißt es in der Pressemitteilung. Politisch zu klären seien aber die Rahmenbedingungen für den Bau einer Hochspannungsgleichstrom-Leitung nach Europa, so der FDP-Politiker. „Europa muss in der Tat hinsichtlich der Finanzierung entscheiden, was uns der diskriminierungsfreie Zugang zu der Leitung wert ist. Wenn etwa Algerien die Leitung allein bezahlen würde, könnte das Land auch entscheiden, welche Produzenten ihren Strom nach Europa durchleiten dürfen. Auch innerhalb Europas sind Hausaufgaben zu machen: ein funktionierender Binnenmarkt muss durch den Ausbau von Grenzkuppelstellen hergestellt werden“, fordert Kauch.

01.02.2009 | Quelle: FDP-Bundestagsfraktion | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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