Schweiz: Stop für Ökostrom-Einspeisevergütung – Swissolar fordert: „Deckel weg!“

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Am 02.02.2009 teile das Schweizer Bundesamt für Energie (BFE) mit, dass die Förderobergrenze (Deckel) für die kostendeckende Einspeisevergütung für sämtliche Technologien zu Nutzung erneuerbarer Energien erreicht ist. Alle Neuanmeldungen werden auf eine Warteliste gesetzt. Das bedeute, dass die 247 Millionen Franken, die bis 2030 jedes Jahr für Strom aus erneuerbaren Energien bereitgestellt wurden, bereits nach neun Monaten ausgebucht sind, kommentiert der Verband Swissolar in einer Pressemitteilung. „Tausende von Investoren, die mit ihren Solar-, Wind-, Biomasse- oder Wasserkraftwerken einen Beitrag zu einer sicheren und sauberen Stromversorgung leisten wollen, sind nun blockiert. Ihre Projekte werden auf eine Warteliste gesetzt, wobei völlig unklar ist, ob und wann ein positiver Bescheid folgen könnte“, stellt Swissolar fest. David Stickelberger, Geschäftsleiter des Solar-Verbandes meint dazu: „Jetzt muss schnell gehandelt werden. Das Parlament muss noch in der Frühlingssession die Aufhebung des Kostendachs für die Einspeisevergütung beschließen“.
Angesichts der wirtschaftlichen Lage weltweit und in der Schweiz seien jetzt gezielte Anstrengungen für zukunftsfähige Technologien erforderlich. Dazu zählten die Photovoltaik und andere erneuerbare Energien.

Deckel bremst Solar-Boom
Die kostendeckende Einspeisevergütung sei nachweislich das wirksamste Instrument zur Förderung von Strom aus erneuerbaren Energien, betont Swissolar. Aber nur dann, wenn sie – wie etwa in Deutschland – nicht durch eine willkürliche Deckelung blockiert werde. Der deutsche Boom der erneuerbaren Energien habe rund 250.000 Arbeitsplätze geschaffen, während die Mehrbelastung pro Haushalt bei unter 2 Euro € pro Monat liege, betont Swissolar.

02.02.2009 | Quelle: Swissolar | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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