Southern California Edison und BrightSource Energy unterzeichnen umfangreichste Solar-Verträge der Welt über 1,3 GW Leistung

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Der US-Energieversorger Southern California Edison (SCE; Rosemead, Kalifornien) und BrightSource Energy (Oakland, Kalifornien) haben sich über den Bau einer Reihe von solarthermischen Kraftwerken geeinigt, die insgesamt eine Leistung von 1.300 Megawatt (MW) haben sollen, berichtet BrightSource Energy in einer Pressemitteilung. Das würde rechnerisch ausreichen, um knapp 845.000 Haushalte mit Strom zu versorgen.
„Mit diesen Verträgen erweitern wir unser Portfolio für erneuerbare Energien, das ohnehin das größte in den USA ist, beträchtlich“, sagte Stuart Hemphill, Vorstand und Präsident des Geschäftsbereichs „Alternative Power“ bei SCE. „Mit der innovativen Solar-Technologie werden wir zudem unsere Position als größter Käufer von Solarstrom ausbauen“, fügte Hemphill hinzu.

Sieben Projekte mit einer Gesamtleistung von 1,3 GW sollen jährlich 3,7 Milliarden Solarstrom erzeugen
„Diese bahnbrechende Übereinkunft belegt den wachsenden Bedarf an Strom aus solarthermischen Kraftwerken, die im großen Stil Elektrizität aus erneuerbaren Energiequellen erzeugen können“, ergänzt John Woolard, Vorstand von BrightSource Energy. „Wir freuen uns, gemeinsam mit Southern California Edison daran zu arbeiten, zuverlässig saubere und wettbewerbsfähige Energie zu liefern“. Die Verträge, die noch von der kalifornischen Regulierungsbehörde (California Public Utilities Commission) genehmigt werden müssen, sehen sieben Projekte mit einer Gesamtleistung von 1,3 Gigawatt (GW) vor. Das erste solarthermische Kraftwerk mit einer Leistung von 100 MW soll in Ivanpah (Kalifornien) errichtet werden und Anfang 2013 in Betrieb gehen. BrightSource Energy erwartet, das dieses Solar-Kraftwerk jährlich rund 286.000 Megawattstunden (MWh) Solarstrom produzieren wird. BrightSource soll die Anlagen vertragsgemäß bauen und so schnell in Betrieb nehmen, wie es die Genehmigungsverfahren und die Infrastruktur erlauben, heißt es in der Pressemitteilung. Mit der insgesamt geplanten Leistung von 1,3 GW könnten pro Jahr rund 3,7 Milliarden kWh Solarstrom erzeugt und mehr als zwei Millionen Tonnen CO2-Emissionen vermieden werden, was rechnerisch der Stilllegung von mehr als 335.000 Automobilen entspräche, betont BrightSource in der Pressemitteilung.

Solarthermie-Technologie von BrightSource
BrightSource Energy setzt die selbst entwickelte Technologie vom Typ „Luz Power Tower 550 (LPT 550)“ ein. Diese Anlagen nutzen tausende von kleinen Spiegeln (Heliostate), um das Sonnenlicht zu konzentrieren und damit Dampf mit hohen Temperaturen zu erzeugen, mit dem eine konventionelle Turbine zur Stromproduktion angetrieben wird. Um kostbares Wüstenwasser zu sparen, arbeite das LPT 500-System mit einer Luftkühlung, um den Dampf wieder in Wasser umzuwandeln. Das Wasser werde wieder in den umweltfreundlichen geschlossenen Kreislauf eingespeist, betont BrightSource. Das voll integrierte System soll höchste Wirkungsgrade mit den niedrigsten Investitionskosten verbinden, welche die Industrie derzeit erreichen kann. Für seine Technologieführerschaft wurde BrightSource Energy kürzlich als einziges Solar-Unternehmen vom Weltwirtschaftsforum als „Technologiepionier 2009“ ausgezeichnet. BrightSource Energy wurde geehrt für seinen Beitrag zu Einsparung fossiler Energieträger und für die Produktion kostengünstiger, verlässlicher Energie aus Sonnenlicht. „Der Fortschritt beim Wirkungsgrad, den das LPT 550-System erreicht hat, resultiert aus drei Jahrzehnten Erfahrung unseres Team in der Entwicklung solarthermsicher Kraftwerke“, betont Tom Doyle, Senior-Vizepräsident für die Projektentwicklung bei BrightSource Energy.

SCE ist US-Marktführer in Sachen erneuerbare Energien
Southern California Edison ist nach eigenen Angaben gegenwärtig der größte Käufer von Strom aus erneuerbaren Energiequellen in den USA und hat im Jahr 2007 mehr als 80 % des in den Vereinigten Staaten erzeugten Ökostroms zur Versorgung seiner Kunden bezogen. Die 12.5 Milliarden 2007 aufgekauften Kilowattstunden machen nach Angaben des Energieversorgers rund 16 % des Energieportfolios von SCE aus. Aktuell habe SCE genügend Verträge geschlossen oder befinde sich in Verhandlungen, mit deren Erfüllung 20 % der Kunden oder sogar mehr mit Ökostrom beliefert werden könnten. In jüngster Vergangenheit habe SCE zudem zwei Verträge über Windenergieprojekte geschlossen, einen davon im Januar mit Puget Sound Energy über eine Kapazität von zwei Milliarden Kilowattstunden in den nächsten beiden Jahren. Die Windkraftanlagen sollen in Columbia und im Bezirk Kittitas (Washington) realisiert werden. Das zweite Wind-Projekt soll gemeinsam mit AES Mountainview verwirklicht werden und umfasst Windparks mit einer Gesamtleistung von 66, 6 MW auf dem San Gorgonio-Pass nahe Palm Springs. Der diesbezügliche 10-Jahres-Vertrag sei bereits im November 2008 geschlossen worden.
Zusätzlich habe SCE weitere Verträge im Rahmend es so genannten Expanded Standard Contract-Programms geschlossen, das sich auf Anlagen mit einer Leistung von weniger als 20 MW bezieht. Mit dem Förderprogramm sollen kleinere Anlagen gebaut werden, die dazu beitragen die ehrgeizigen staatlichen Vorgaben in Sachen Umweltschutz und Energieversorgung zu erfüllen. Es ermöglicht, den Betreibern den Strom einfacher und schneller an die Energieversorger zu verkaufen. Insgesamt umfasse das Energieportfolio von SCE derzeit Kapazitäten für 1.137 Megawatt Windkraft; 906 MW Geothermie; 356 MW aus Solarenergie; 185 MW Biomasse und 332 MW aus der Kleinen Wasserkraft.

16.02.2009 | Quelle: BrightSource Energy Inc. | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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