US-Umfrage: Photovoltaik-Installateure sehen Schatten als Hemmschuh bei der Errichtung neuer Solarstromanlagen

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Die Mehrheit der Installateure von Photovoltaik-Anlagen (54 Prozent) ist der Ansicht, dass Solarstromanlagen auf Wohn- und Geschäftsgebäuden keinerlei Verschattung dulden, so das Ergebnis einer im Auftrag des Unternehmens National Semiconductor in den USA durchgeführten Studie. National Semiconductor habe die Studie in Auftrag gegeben, um Aufschluss darüber zu erhalten, wie Photovoltaik-Anlagenbauer über partielle oder zeitweise Verschattung denken, so das Unternehmen in einer Pressemitteilung.
Die Umfrage unter den Installateuren von Photovoltaik-Anlagen wurde im Januar 2009 telefonisch durchgeführt. Greenberg Quinlan Rosner Research befragte insgesamt 150 Installationsunternehmen in allen Teilen der USA. Die Eigenschaften von Solar-Generatoren brächten es mit sich, dass schon eine geringfügige Verschattung von beispielsweise 10 % der gesamten Modulfläche eine überproportionale Leistungseinbuße des PV-Systems von über 50 % zur Folge haben könne, heißt es in der Pressemitteilung. Noch in diesem Frühjahr wolle National deshalb eine Technologie vorstellen, die es Installateuren und Hauseigentümern ermöglicht, Schatten zu tolerieren und bis zu 50 % der durch teilweise Verschattung hervorgerufenen Leistungsverluste wieder hereinzuholen, heißt es in der Pressemitteilung.

Die Mehrheit der Installateure plant um den Schatten herum
Schatten können baulich bedingt sein und beispielsweise durch Bäume, Schornsteine oder Gauben verursacht werden, aber auch durch Verschmutzung entstehen (Laub, Vogelkot oder Staub). Im ersteren Fall ist selbst bei korrekt installierten Solarsystemen nicht auszuschließen, dass die Sonneneinstrahlung zu bestimmten Tages und/oder Jahreszeiten behindert wird. Die von Greenberg Quinlan Rosner Research durchgeführte Umfrage ergab:
· 41 % der Installateure von Solarstromanlagen werden beim Verkauf oder im Zuge der Installation von PV-Systemen mit einem Abschattungs-Problem konfrontiert.
· Von diesen Anlagenbauern planen 87 % „häufig“ oder „immer“ um die Schatten herum.
· Weitere 28 % teilen dem jeweiligen Eigentümer „häufig“ oder „immer“ mit, dass die Installation einer Solaranlage nicht in Frage komme.

Schattenvermeidung erhöht die Systemkosten
Außerdem ergab die Studie, dass die Installateure oft kleinere Anlagen errichten, um schattige Bereiche auf dem Dach des Kunden zu meiden. Rund ein Drittel der Anlagenbauer gab zu Protokoll, die Schattenvermeidung erhöhe die Systemkosten, und viele äußerten zusätzlich, der Zeitaufwand nehme dadurch zu. Nahezu die Hälfte aller Installateure kennt nach eigenen Angaben Anlagen, deren Leistung durch Verschattung beeinträchtigt wird. „Schatten lassen sich nicht vermeiden, doch die Rechnung bezahlen die Kunden und die Installateure von Solaranlagen“, sagt Ralf Münster, Direktor des Renewable Energy Key Market Segments bei National Semiconductor. „Der Markt muss unbedingt darüber informiert werden, dass Schatten nicht unbedingt das Aus für Solaranlagen bedeutet, denn die Folgen von Abschattungen lassen sich abmildern.“

Neues Energiemanagement soll Schatteneinflüsse verringern und die Systemleistung um mehr als 30 % steigern
Tatsächlich werde die Stromgewinnung aus Sonnenlicht durch den Einfall von Schatten keineswegs vereitelt, betont National Semiconductor. Solarzellen-Hersteller gäben Millionen Dollar für Forschung und Entwicklung aus, um den Wirkungsgrad ihrer Produkte zu verbessern, und wenn es nur um Bruchteile eines Prozents geht. Die Behebung von unterschiedlichen Leistungsabgaben von einem Modul zum anderen – ob durch Schatten oder andere Einflüsse hervorgerufen – könne hingegen die Systemleistung um mehr als 30 % steigern. National Semiconductor will noch in diesem Frühjahr seinen „SolarMagic Power Optimizer“ vorstellen – ein neues Energiemanagement-Produkt, das den strategischen Einstieg von National Semiconductor in den Photovoltaik-Markt markiere. „Mit dem Power Optimizer können Installateure mit Abschattungen fertig werden und PV-Systeme selbst auf solchen Dächern errichten, die man früher als ungeeignet betrachtet hätte, da ihre Sonneneinstrahlung als zu gering galt, um die Investitionen in ein Solar-Array zu rechtfertigen“, heißt es in der Pressemitteilung.
Der Umfrage zufolge sind Installateure und Photovoltaik-Integratoren offensichtlich die Haupt-Leidtragenden der Abschattung, da sie die entstehenden Einbußen aus eigener Tasche bezahlen und nicht an ihre Kunden weitergeben. Problematisch für die Anlagenbauer seien der höhere Zeit- und Kostenaufwand für die Installation und der Verlust potenzieller Kunden, wenn nach einer zeitraubenden Besichtigung des entsprechenden Daches eine zu starke Abschattung konstatiert werden muss. „Viele Kunden registrieren Leistungseinbußen an den Solarsystemen, in die sie sehr viel Geld investiert haben“, betont Münster. „Wenn die Auswirkungen partieller oder zeitweiser Abschattung durch das Nachrüsten mit Power Optimizern abgemildert werden, hilft dies zweifellos den Besitzern existierender Solarsysteme. Darüber hinaus aber wird die SolarMagic-Technologie auch zum Wachstum des PV-Markts beitragen und die Installation von PV-Anlagen auf Dächern zulassen, die man früher als ungeeignet beurteilt hätte.“

27.02.2009 | Quelle: National Semiconductor Corporation | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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