Bystronic liefert weltweit erste Maschine zur Applikation von hochviskosem Butyl auf Halbleiter-Dünnschichtsubstraten an Centrotherm Photovoltaics

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Unter dem Namen horizontaler Thermoplastikapplikator (TPA) lieferte das Bystronic glass-Technologiezentrum Bystronic Lenhardt (Neuhausen-Hamberg) in der letzten Märzwoche 2009 die weltweit erste Maschine zur Applikation von hochviskosem Butyl auf Halbleiter-Dünnschichtsubstraten aus. Das süddeutsche Solar-Unternehmen Centrotherm Photovoltaics erhielt diese Anlage zur hochgenauen Butylapplikation am Rande der Substratgläser vor dem Laminierprozess. Das Butyl schütze den Halbleiter effektiv vor Feuchtigkeit, berichtet Bystronic in einer Pressemitteilung.
Mit der Markteinführung des horizontal arbeitenden TPA präsentiert die Bystronic Lenhardt GmbH die nach eigenen Angaben weltweit erste Maschine dieser Art, die im 24-Stunden-Betrieb ohne Unterbrechung arbeiten kann. Zwei Hochleistungsfasspumpen sorgten dafür, dass das zähflüssige Dichtmaterial stets verfügbar ist. Bei der Verwendung des herkömmlichen Dichtmittels aus vorkonfektionierten Butylschnüren hingegen komme es während des Materialwechsels zwangsläufig zu Produktionsunterbrechungen. Die Dosierpumpen des TPA applizieren das Material auf den Zehntelmillimeter genau, so der Hersteller.

Maschine zur Abdichtung von Halbleitern aus CaTe, CIS, CIGS, mikrokristallinem Silizium (µSi) und amorphem Silizium (aSi)
Die Technologie von Bystronic Lenhardt basiert auf jahrzehntelanger Erfahrung mit der Konstruktion von Maschinen zur Isolierglasproduktion, in der man das thermoplastische Material als Abstandhalter zwischen die Glastafeln appliziert. In der Solarbranche findet die in horizontaler und vertikaler Ausführung erhältliche Maschine ihren Einsatz zur Abdichtung von Halbleitern aller Art – Cadmium-Tellurid (CaTe), Kupfer-Indium-Diselenid (CIS), Kupfer-Indium-Gallium-Selenid (CIGS), mikrokristallines Silizium (µSi) oder amorphes Silizium (aSi). Die Maschine lässt sich nicht nur in neu zu erstellende Anlagen einplanen sondern auch in bestehende Systeme integrieren, betont Bystronic glass.

31.03.2009 | Quelle: Bystronic glass | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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