Photovoltaik-Hersteller ersol bestätigt profitables Wachstum im Jahr 2008

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Die ersol Solar Energy AG (ersol), ein Unternehmen der Bosch-Gruppe, bestätigt mit der Vorlage der testierten Geschäftszahlen für das Jahr 2008 ihre vorläufigen Angaben zum Umsatz (2008: 309,6 Millionen Euro; Vorjahr: 160,2 Millionen Euro). Das operative Ergebnis (EBIT) wuchs auf 70,7 Millionen Euro (Vorjahr: 22,3 Millionen Euro); die EBIT-Marge lag bei 22,8 Prozent, nach 13,9 Prozent im Vorjahr. Auch das Finanzergebnis entwickelte sich positiv, sodass in der Folge das EBT (Ergebnis vor Steuern) nahezu verfünffacht werden konnte. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie lag im Berichtszeitraum bei 4,39 Euro. 2007 hatte der Wert – beeinflusst durch die Kapitalerhöhung im Sommer 2007 und belastet durch erhöhte Aufwendungen für Zins- und Währungssicherungsgeschäfte – 0,85 Euro betragen.

Exportquote deutlich größer als 50 Prozent
Mehr als die Hälfte seines Umsatzes – 55,5 Prozent – erwirtschafte das Photovoltaik-Unternehmen im Ausland: 27,9 Prozent in Europa (außerhalb Deutschlands), 13,7 Prozent in Japan, 10,1 Prozent in China, 3,5 Prozent in Nordamerika sowie 0,3 Prozent in übrigen Ländern. 44,5 Prozent der Umsätze wurden im Inland erzielt. Die Exportquote lag 2008 um 4,6 Prozentpunkte höher als in 2007 (50,9 Prozent).

Starkes Mitarbeiterwachstum begleitet Unternehmensentwicklung
Konzernweit waren für ersol zum Ende des letzten Jahres 1.270 Mitarbeiter tätig. 2008 hat die Gruppe 468 neue Arbeitsplätze geschaffen und damit die 1.000-Mitarbeiter-Marke überschritten. Die Personalaufwandsquote – der Anteil der Personalkosten an der Gesamtleistung – betrug im Berichtsjahr 12,0 Prozent. Die rückläufige Quote (2007: 13,4 Prozent) wurde vor allem durch die Erschließung von Synergieeffekten aus der zunehmenden Integration der einzelnen Fertigungsstufen sowie die Auslastung der neu geschaffenen Produktionskapazitäten sichergestellt, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung.

Unternehmensbereiche weiterhin durch Kapazitätsausbau geprägt
Trotz der leicht rückläufigen Geschäftsentwicklung im vierten Quartal sei 2008 ein erfolgreiches Geschäftsjahr für das Segment ersol Silicon, heißt es in der Pressemitteilung, Insgesamt profitierte die ersol Tochter SRS Inc. von einer weiterhin weltweit starken Nachfrage nach Sortierungs- und Ätz-Services. Im Bereich ersol Wafers setzte sich im Jahr 2008 die positive Entwicklung des Vorjahres fort: So konnte der Polysiliziumeinsatz pro Watt Ausgangsleistung weiter reduziert werden. Gleichzeitig war das Jahr von den starken Produktionserweiterungen geprägt. Die Nominalkapazitäten konnten bis Jahresende 2008 wie geplant von 120 Megawatt (MWp) auf 180 MWp gesteigert werden. Darüber hinaus seien 2008 bereits Maßnahmen für die weiteren Ausbauschritte der Produktionskapazität auf 280 MWp nominal bis Ende 2009 eingeleitet worden.

Bis 2012 sollen rund 530 Millionen Euro am Standort Arnstadt investiert werden
Der Bereich ersol Solar Cells war in 2008 durch das Hochlaufen der zweiten Solarzellen-Fertigung, der Cell Fab 2 in Arnstadt, geprägt. In der zweiten Jahreshälfte konnte dort die Kapazität durch Optimierungen planmäßig auf nominal 140 MWp erhöht werden, so dass nun über insgesamt 220 MWp Nominalkapazität in beiden Zellfabriken zur Verfügung stehen. ersol will gemeinsam mit der Bosch-Gruppe die Fertigungskapazitäten für kristalline Ingots, Wafer, Solarzellen und Module am Standort Arnstadt erweitern. Dafür sollen bis 2012 rund 530 Millionen Euro investiert werden. Der Start der Produktion ist für Anfang 2010 vorgesehen. Der weitere Ausbau an diesem Standort steht jedoch unter dem Vorbehalt, dass die eingeplanten Fördermittel von der EU-Kommission genehmigt werden.

40 MWp Nominalkapazität für Dünnschicht-Module
Die ersol Thin Film GmbH, deren Dünnschicht-Aktivitäten im Bereich ersol Modules organisiert sind, hat Anfang 2008 erfolgreich die Produktion und den Vertrieb amorpher Photovoltaik-Module gestartet und verfügt über 40 MWp Nominalkapazität. Die Produktionsleistung betrug 2008 bereits 20 MW. Gemeinsam mit den ersol-Vertriebspartnern wurden viele Solarprojekte sowohl in der Freifläche als auch Aufdach-Anlagen realisiert. Das neu entwickelte „Nova-T plus“-Modul sei bereits im letzten Quartal 2008 gut am Markt angenommen.
Zusätzlich zu den kristallinen Handelsaktivitäten hat die ersol Crystalline Modules GmbH (vormals: aimex-solar GmbH), ebenso im Bereich Modules angesiedelt, 2008 ein Modultechnikum aufgebaut. Neben dem Handelsgeschäft bereitet sich der Bereich Modules weiterhin sowohl personell als auch technisch auf den Ausbau des Modulgeschäfts vor. 2009 plant die ersol Gruppe, eine Produktionsstätte für kristalline Solarmodule zu errichten.

Vorstandsvorsitzender von Hebel: Aktuelle Marktlage und Preisdruck bei Solarzellen und -modulen gehen auch an ersol nicht spurlos vorüber
„2008 war für ersol ein sehr gutes Jahr, in dem wir den erwarteten großen Sprung bei Umsatz und Ergebnis erreicht haben. Auch in Zukunft verfolgen wir gemeinsam mit unserem Hauptaktionär Bosch ambitionierte Pläne. Allerdings geht die aktuelle Marktlage – mit einem hohen Druck auf die Preise für Solarzellen und -module – auch an ersol nicht spurlos vorbei. Aber ersol ist in der guten Lage, dass es auf langfristige etablierte Verbindungen mit Kunden bauen kann. Auf Basis dieser stabilen Partnerschaften werden wir gemeinschaftlich mit unseren Kunden die aktuell sicher schwierige Situation meistern. Auf der Kostenseite unternimmt ersol permanente Anstrengungen, um die Produktionskosten weiter zu senken und damit mittelfristig die Wettbewerbsfähigkeit von Solarstrom zu herkömmlichem Strom zu erreichen“, so Holger von Hebel, Vorstandsvorsitzender der ersol Solar Energy AG.
Nähere Angaben zu den Geschäftszahlen für das Jahr 2008 liefert der Geschäftsbericht 2008 der ersol Solar Energy AG der Internetseite: http://www.ersol.de/investorrelations/berichtepraesentationen/

31.03.2009 | Quelle: ersol Solar Energy AG | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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