APS, Starwood Energy und Lockheed Martin wollen 290 MW Solar-Kraftwerk in Arizona bauen

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Die Starwood Energy Group Global, LLC (Greenwich, Connecticut), ein privates Unternehmen, das überwiegend in die Energieinfrastruktur investiert, und der Energieversorger Arizona Public Service Co. (Phoenix, Arizona) berichteten am 22.05.2009, die Unternehmen hätten als Grundlage für den Bau eines solarthermischen Kraftwerks eine Strombezugsvereinbarung (power purchase agreement, PPA) unterzeichnet. Die Anlage soll rund 120 Kilometer westlich von Phoenix errichtet werden und eine Nennleistung von 290 Megawatt (MW) haben. Laut Pressemitteilung soll das Projekt namens „Starwood Solar I“ bis 2013 fertig gestellt werden und dann eines der größten jemals gebauten Solarthermie-Kraftwerke der Welt sein, das Solarenergie auch speichern kann. Die Strombezugsvereinbarung sieht vor, dass APS die gesamte von Starwood Solar I
erzeugte Energie bezieht, womit nach Schätzungen des Unternehmens ungefähr 73.000 Stromkunden versorgt werden können. Die Anlage soll in den Besitz eines Tochterunternehmens von Starwood Energy übergehen. Die weltweit agierende Lockheed Martin Corporation (Bethesda, Maryland) soll für die Entwicklung, die Beschaffung und den Bau des CSP-Kraftwerks sowie für dessen Betrieb und Wartung verantwortlich sein.

Parabolrinnen-Technologie zur Stromerzeugung
Starwood Solar I wird laut Pressemitteilung aus mehr als 3.000 Parabolrinnen-Kollektoren mit einer Länge von jeweils 100 Metern bestehen, die auf 7,6 Quadratkilometern Land montiert werden. Die Kollektoren werden dem Lauf der Sonne nachgeführt. Ein Absorberrohr nimmt die konzentrierte Strahlung auf und überträgt sie an eine durchströmende Wärmeträgerflüssigkeit zur Produktion von Dampf, mit dem in herkömmlichen Turbinen Strom erzeugt wird. Laut APS soll die Wärme auch gespeichert und nach Bedarf zu einem späteren Zeitpunkt zur Stromerzeugung genutzt werden. Das Projekt sei ein unmittelbares Ergebnis der Partnerschaft zwischen Starwood Energy und Lockheed Martin zum Bau von Solaranlagen im Kraftwerksmaßstab. „Unser Fachwissen bei Entwicklung und Produktion qualifiziert uns, dieses Projekt erfolgreich zu realisieren. Hierfür wenden wir die ausgezeichneten Lösungen bei Systementwicklung und Integration an, die wir allen Kunden anbieten“, sagte Chris Myers, Vizepräsident für Solarenergie-Programme bei Lockheed Martin. „Unsere Finanzierung, die Expertise von Lockheed Martin und der Willen von APS, seinen Kunden kostengünstige, nachhaltig erzeugte Energie anzubieten, werden ein Solarkraftwerk ermöglichen, das den Bürgen von Arizona über viele Jahre hinweg nutzen wird“, kommentierte der Vorstand von Starwood Energy, Brad Nordholm.

25.05.2009 | Quelle: Lockheed Martin Corp. | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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