Endspurt der Solarbundesliga: Schleswig-Holstein führt vor Bayern

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Die letzten Tage der Saison 2008/2009 in der Solarbundesliga laufen. Noch können sich auch weitere Kommunen beteiligen. Dabei scheint Schleswig-Holstein den Bayern nach deren langjährigem Titel-Abonnement den Rang abzulaufen, berichten die Solarthemen in einer Pressemitteilung. Auch ganz oben in der Champions League für erneuerbare Energien (RES Champions League) belegen derweil deutsche Kommunen die vorderen Plätze. Alle Kommunen der Solarbundesliga sind automatisch an der Champions League beteiligt. Und alle deutschen Kommunen können in beiden Wettbewerben noch mitmischen und sich bis zum 1. Juni anmelden.

Im von der Fachzeitschrift Solarthemen in Kooperation mit der Deutschen Umwelthilfe organisierten Wettbewerb deutscher Städte und Gemeinden wird bereits seit 2001 der deutsche Meister in unterschiedlichen Kategorien gekürt. Dabei zählt die pro Kopf in einer Gemeinde installierte Leistung an Solarstromanlagen und die installierte Fläche der Sonnenwärmeanlagen. Hier waren in der Gesamtwertung in den vergangenen Jahren immer bayerische Gemeinde führend.
Doch der bayerische Rekordmeister Rettenbach am Auerberg scheint im Jahr 2009 keine Chance mehr auf die Meisterschale zu haben. Mehrere Kooge aus Schleswig-Holstein vom anderen Ende der Republik haben sich in der Spitzengruppe platziert. Konnte Rettenbach die Gemeinden Kronprinzenkoog und Kaiser-Wilhelm-Koog in der letzten Saison noch hinter sich lassen, zog die 160 Einwohner zählende Gemeinde Friedrich-Wilhelm-Lübke-Koog nun deutlich an den Bayern vorbei. Die vom Klimawandel besonders betroffenen Küstenbewohner von Friedrich-Wilhelm-Lübke-Koog haben pro Haushalt bis zu 200.000 Euro in Solarenergie investiert und wollen so ihren Beitrag zum Klimaschutz leisten. „Allerdings sind die Rettenbacher immer für eine Überraschung gut“, sagt Solarthemen-Redakteur Andreas Witt. Was am Ende zählt, das sind die bis zum 1. Juni installierten und gemeldeten Solaranlagen. „Und es könnte sich auch noch ein Newcomer in letzter Minute einmischen“, meint Witt. Ein spannendes Finish ist in der Solarbundesliga vor allem auch noch bei den Mittel- und Großstädten zu erwarten. „Ingolstadt und Freiburg liegen fast gleichauf“, erklärt Witt: „Diese Saison wird sicherlich erst am 1. Juni entschieden.“

Deutsche Kommunen vorn in der Europäischen Champions League
„Die deutschen Städte und Gemeinden liegen in Europa derzeit klar in der im April gestarteten RES Champions League vorn“, berichtet Witt. Schon jetzt beteiligen sich an dem europäischen Wettbewerb mehr als 2.000 Kommunen, davon die meisten aus Deutschland. In der Startphase des von der Europäischen Union geförderten Projektes sind sechs Länder beteiligt – neben Deutschland sind das Bulgarien, Frankreich, Polen, Ungarn und die Tschechische Republik. „Über den Start der europäischen Liga freut sich das Klima-Bündnis als europäisches Netzwerk ganz besonders. Damit finden die Erneuerbaren innerhalb und außerhalb Deutschlands größere Beachtung“, sagt Angela Hanisch, Pressesprecherin des Klima-Bündnisses. „Ziel ist es, auf europäischer Ebene ein Forum der guten Beispiele zu bieten“, erläutert Witt: „Denn es gibt bereits viele engagierte Kommunen.“ Verschiedene Umwelt- und Energieorganisationen aus den bislang sechs Ländern organisieren den Beginn des europäischen Wettbewerbs. Auf deutscher Seite sind dies das Klima-Bündnis und die Deutsche Umwelthilfe. Als Erfinder der Solarbundesliga ist zudem die Zeitschrift Solarthemen Projektpartner.
An der Saison 2008/2009 der Solarbundesliga können sich noch weitere Kommunen beteiligen. Sie sind damit auch automatisch in der RES Champions League vertreten. Seine Gemeinde melden kann jeder, der die erhobenen Zahlen zu Solarstrom- und/oder Solarwärmeanlagen glaubhaft darlegen kann.
Den aktuellen Ligastand ansehen und Kommunen anmelden kann man unter http://www.solarbundesliga.de.
Informationen und Daten zur RES Champions League gibt es unter http://www.res-league.eu

28.05.2009 | Quelle: Solarbundesliga c/o Solarthemen | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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