Staatliche Förderung für Deutschlands erstes Solar-Heizkraftwerk in Roth an der Our

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Mit insgesamt 200.000 Euro unterstützt das rheinland-pfälzische Umweltministerium in diesem Jahr den Bau des Solar-Heizkraftwerks zur CO2-neutralen Nahwärmegewinnung im Neubaugebiet „Brodschrank“ in Roth an der Our. Das erste Solar-Heizkraftwerk Deutschlands entstehe derzeit als ökologisches Modellprojekt auf einer Fläche von rund 3.000 Quadratmetern in der Verbandsgemeinde Neuerburg im Eifelkreis Bitburg-Prüm, berichtet das Ministerium in einer Pressemitteilung.
Das Vorhaben des Unternehmens Innovat in Roth an der Our habe neben seinem zukunftsweisenden Charakter auch eine Pilotfunktion für viele andere Neubaugebiete in Rheinland-Pfalz. Am Beispiel von Roth zeige besonders eindrucksvoll, wie effektiv ökologische und ökonomische Aspekte beim Bauen und Wohnen miteinander verbunden werden können, so Umweltministerin Margit Conrad.

Hohe Effizienz durch Rücklaufspeicher
Dank einer thermischen Solaranlage mit einer Fläche von 275 Quadratmetern, bestehend aus Vakuum-Röhrenkollektoren, sollen in einem Systemkreislauf Heizwärme und Warmwasser erzeugt werden. Mit einem Rücklaufspeicher kann die überschüssige Solarwärme gespeichert und bei Bedarf eingespeist werden. Somit werde der Wirkungsgrad der thermischen Solaranlage in Verbindung mit Wärmepumpen drastisch erhöht, heißt es in der Pressemitteilung. Durch ein intelligentes 3-Leiter-Nahwärmenetz soll die Wärme auf 45 Energiegewinnhäuser bedarfsorientiert und mit nur minimalen Leitungsverlusten verteilt werden. Zur Stromerzeugung stehe eine 320 Quadratmeter große Photovoltaik-Anlage mit einem Solarstrom-Ertrag von 40.000 Kilowattstunden (kWh) zur Verfügung, so das Ministerium.
„Die Wertschätzung des Ministeriums wird uns weiter antreiben, neue Projekte zu entwickeln. Wir haben jetzt etwas zum Vorzeigen und es gibt viele Interessenten für ein Solarheizkraftwerk in ganz Deutschland“, sagt Ewald Schares, Projektentwickler bei Innovat. Umweltschutz und Heizkosten sparen, sind für Bauherr Wolfgang Neumann die Gründe, sich in Roth an der Our niederzulassen: „Es ist unser Platz an der Sonne! Die Lage ist einmalig und das innovative Energiekonzept hat uns voll und ganz überzeugt. Wir werden hier unabhängig von allen weiteren Preissteigerungen bei den fossilen Brennstoffen und tun etwas für die Umwelt.“
Der Bau des ersten Solarheizkraftwerkes in Deutschland wird mit einem Netzwerk von regionalen Partnern realisiert: Die Firma Z.D.K. Langer aus Echternach hat bereits den kompletten Holzrahmenbau für das SHKW fertig gestellt. Die Photovoltaik-Elemente liefert das Luxemburger Unternehmen Solarwood aus Foetz. Bei den Modulen für die Solarthermie greift der Investor auf das österreichische Unternehmen Olymp zurück.

Neue Solarprojekte: EnergiePort4Car
Das neueste Vorhaben der Firma Innovat hatte auf der Intersolar in München Premiere: der EnergiePort4Car, kurz EP4C. Ein Carport mit integrierten Photovoltaik-Modulen in Ingenieurholzbauweise. Das ansprechende Design und die hohe Funktionalität haben nach Angaben des Herstellers bereits für zahlreiche Anfragen in ganz Europa geführt. „Unser EnergiePort4Car wird in Zukunft als private und öffentliche Energie-Tankstelle für Elektrofahrzeuge dienen. Wir können allen Anforderungen unserer Kunden gerecht werden, ob es um zwei oder mehrere Hundert überdachte Stellplätze geht“, freut sich Ewald Schares schon auf die Realisierung der nächsten Projekte.

06.06.2009 | Quelle: Ministerium für Umwelt, Forsten und Verbraucherschutz | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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