Solarpraxis AG bietet neues Prüfsiegel für Photovoltaik-Module

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Ein unabhängiges Prüfsiegel für europäische PV-Module hat die Solarpraxis AG (Berlin) entwickelt, denn die Vielfalt an Photovoltaik-Modulen sei inzwischen unüberschaubar groß geworden – und wachse weiter. Über 200 Modulhersteller gibt es laut Solarpraxis bereits. Auf internationale IEC-Normen allein könne sich der Kunde bei seiner Investitionsentscheidung nicht verlassen, da Anbieter dieses Zertifikat leicht mit Vorzeigeprodukten erwerben könnten, so die Solarpraxis AG in einer Pressemitteilung. Ob jedoch in der Fertigung großer Stückzahlen später Probleme auftreten, verrate ein solches Zertifikat nicht. Die Ergebnisse des neuen Modultests hingegen würden Handwerkern, Anlagenplanern und Verbrauchern eine klare Orientierungshilfe geben. Hersteller würde auf diese Weise zudem die Möglichkeit erhalten, ihre Module gezielt zu verbessern.

TÜV Rheinland prüft; Hersteller finanzieren
Die Durchführung der Tests erfolge durch das renommierte Prüfinstitut TÜV Rheinland. Fairness und Neutralität garantiere ein unabhängiger Beirat, der offen sei für Vertreter aller Hersteller und Prüfinstitute. Das Interesse ist laut Solarpraxis groß: An der letzten Beiratssitzung im März hätten 35 Hersteller teilgenommen. Auf Basis einer offenen Diskussion seien Kriterien entwickelt worden, anhand derer neutrale Produkttests für kristalline Module durchgeführt werden können. Tests für Dünnschichtmodule sollen folgen. Die Finanzierung der Tests erfolge durch die Hersteller selbst, die ein Interesse an Transparenz hätten und bereit seien, in diese potenzielle Verkaufshilfe zu investieren.
Die Ergebnisse der Testreihen sollen ab August 2009 in regelmäßiger Folge in “photovoltaik” und “pv magazine”, den Fachmagazinen der Solarpraxis AG, veröffentlicht werden.

12.06.2009 | Quelle: Solarpraxis AG | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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