US-Marktforscher: Politik übernimmt eine entscheidende Rolle bei der Photovoltaik-Förderung

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US-Energieminister Steven Chu hatte am 11. Juni 2009 angekündigt, das US-Department of Energy (DOE) werde bis zu 22 Millionen US-Dollar (15,8 Millionen Euro) in neue Solar-Projekte investieren. Sie sollen eingesetzt werden für die Forschung, Entwicklung und das Design von Photovoltaik-Technologien und zur Senkung der Kosten beitragen. Diese Förderung ist Teil des Konjunkturpakets (American Recovery and Reinvestment Act; ARRA) von US-Präsident Barack Obama. Zusätzlich kündigte Chu an, dass Investitionen von bis zu 27 Millionen US-Dollar (19,4 Millionen Euro) für eine Ausbildung-Infrastruktur für Solaranlagen-Monteure geplant seien.
Laut des US-Forschungs- und Beratungsunternehmens Gartner Inc. (Stamford, Connecticut) unterstreichen diese Ankündigungen, dass die Politik eine entscheidende Rolle bei die Stärkung der Photovoltaik-Industrie spielt. Obwohl das Budgets relativ gering sei, könne es eine lang anhaltende Wirkung entfalten, da grundlegende Forschung und Entwicklung gefördert werden, betont Gartner. Gemeinsam mit den erwarteten Investitionen aus der Solar-Branche im Umfang von bis zu 50 Millionen US-Dollar (35,9 Millionen Euro) könne das Programm bedeutende F&E fördern. Gartner-Analyst Alfonso Velosa ist überzeugt, dass das Programm für die Zukunft der Branche sehr wichtig ist, weil es langfristige Probleme entlang der Wertschöpfungskette Angebotskette aufgreift.

Breit gestreute finanzielle Forschungsförderung soll Photovoltaik-Marktwachstum beschleunigen
Gartner berichtet, dass das US-Energieministerium eine breit gefächerte Gruppe von Forschern fördere und die jeweiligen Teams eine Vielzahl von Sachfragen abdecken. Diese reichen von der Entwicklung von Echtzeit-Überwachungssystemen für Solarstromanlagen über verbesserte Produktionsprozesse für die Dünnschicht-Photovoltaik bis zur Entwicklung von Inspektionswerkzeugen, mit denen Mikro-Risse in Solarzellen kostengünstiger erkannt werden können. Außerdem sollen neue Beschichtungsmaterialien entwickelt werden, die bei niedrigeren Temperaturen aufgetragen werden können sowie verbesserte plasmaunterstützte chemische Gasphasenabscheidungsprozesse (engl. plasma enhanced chemical vapor deposition, PECVD) und neue Technologien Herstellung von Silizium-Wafern. Gartner geht davon aus, dass die angekündigten Investitionen und die breite Streuung der Aufgabenfelder besonders wichtig für das Wachstum der Solarbranche sein werden.

Durchschnittlicher Verkaufspreis für Solarzellen kann bis 2013 um auf 1,19 US-Dollar pro Watt sinken
Die geplante Innovationsförderung sei die wesentliche Grundlage für die Schätzung von Gartner, dass die jährlich durchschnittlichen Verkaufspreise für kristalline Silizium-Solarzellen bis 2013 um mehr als 12 Prozent sinken können und bis 2013 ein durchschnittlicher Verkaufspreis von 1,19 US-Dollar (0,85 Euro-Cent) pro Watt möglich werde. Laut Marktanalyse zeigen die Investitionen auch, wie künftige Risikokapital-Investitionen im Cleantech-Sektor aussehen könnten. Die angekündigten Investitionen für die Ausbildung sind laut Gartner besonders wichtig für die Entwicklung des U.S. Photovoltaikmarkts, der sich laut Vorhersagen bis 2013 auf 3,7 Gigawatt ausdehnen wird.

29.06.2009 | Quelle: Gartner Inc. | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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