Saharastrom und Wasserkraft: mit erneuerbaren Energien in die Zukunft

NULL

Die Juli-Ausgabe der GESIS-Fachinformationsreihe “Recherche Spezial” thematisiert die sozialwissenschaftlichen Aspekte der regenerativen Energiegewinnung und deren Auswirkungen auf Wirtschaft, Politik und Gesellschaft. Im Zeichen von Klimaerwärmung und Verknappung der Erdölressourcen zeige sich zunehmend die Notwendigkeit, den Energiebedarf aus nachhaltigen, sich erneuernden Quellen zu beziehen, so das GESIS – Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften in einer Pressemitteilung. Neben der Solar- werden auch die Windenergie, Wasserkraft, Biomasse und Erdwärme genutzt, um Strom zu erzeugen.
In der Bundesrepublik Deutschland lag Ende März 2009 der Anteil erneuerbarer Energien an der Gesamtenergiegewinnung laut GESIS bei rund 10 Prozent. Doch trotz hoher Investitionskosten und technischer Schwierigkeiten beim Stromtransport nehme die Menge der regenerativ gewonnenen Energie rasch zu. Denn der Einsatz erneuerbarer Energien biete ökologisch wertvolles Potenzial, um die schädlichen Folgeerscheinungen der fossilen Energiegewinnung zu verhindern, wie beispielsweise den Ausstoß großer Mengen von Kohlendioxid, das zur Erwärmung der Erdatmosphäre beiträgt.

Die Erneuerbaren werden auf lange Sicht zu einem bedeutenden Wirtschaftsfaktor
Ganz ohne Nachteile sei jedoch die regenerative Energiegewinnung nicht. So werfe die Erzeugung von nutzbarer Biomasse Probleme auf, dazu gehören extensiver Landverbrauch, der Einsatz chemischer Pflanzenschutzmittel sowie die Reduzierung der Artenvielfalt. Die Vorteile scheinen bislang jedoch zu überwiegen, betont GESIS. So könnten nach Studien des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) bis zum Jahr 2020 über 400.000 Menschen in Deutschland im Bereich der erneuerbaren Energien beschäftigt sein. Damit wachse der Sektor der regenerativen Energiegewinnung auf lange Sicht zu einem bedeutenden Wirtschaftsfaktor heran.
“Recherche Spezial” bietet einen umfassenden Überblick zu aktuellen sozialwissenschaftlichen Literatur- und Forschungsnachweisen rund um erneuerbare Energien. Sie kann kostenfrei als PDF-Dokument heruntergeladen oder bei GESIS für einen Selbstkostenpreis von 10 € als Printversion bestellt werden unter www.gesis.org.
Quellen der Informationen sind die GESIS-Datenbanken SOLIS und SOFIS und die sechs englischsprachigen sozialwissenschaftlichen Datenbanken des Herstellers Cambridge Scientific Abstracts (CSA), die über die Nationallizenzen in eingebunden sind.
Die GESIS ist die Infrastruktureinrichtung für die Sozialwissenschaften und unterstützt wissenschaftliches Arbeiten durch die Bereitstellung entsprechender Beratungen, Daten und Informationen. Aufbauend auf umfangreichen Forschungsprogrammen bietet GESIS Dienstleistungen zu Daten (Archivierung, Bereitstellung, Aufarbeitung, Recherche, Dauerbeobachtung), Methoden (Beratung, Entwicklung komplexer Methoden) und Fachinformationen (Datenbanken mit Informationen zu sozialwissenschaftlicher Literatur und zu Forschungsaktivitäten). Ein weiterer Service sind die GESIS-Portale, in denen sozialwissenschaftliche Informationen und Daten einfach und nutzerfreundlich zugänglich gemacht werden. GESIS ist ein Institut der Leibniz-Gemeinschaft und u.a. an wichtigen europäischen Projekten wie den European Social Survey, dem europäischen Archivverbund CESSDA und dem OECD-Projekt Programme for the International Assessment of Adult Competencies (PIAAC) beteiligt.

30.07.2009 | Quelle: GESIS – Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

Schließen