Klaus Wowereit weiht Neubau des Photovoltaik-Herstellers Sulfurcell ein

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Mit der Einweihung des neuen Gebäudes der Sulfurcell GmbH (Berlin) am 14. Oktober 2009 wurde Deutschlands modernste Solar-Fassade aus Dünnschichtmodulen auf der Basis von Kupfer-Indium-Diselenid (CIS) in Betrieb genommen, berichtet die Sulfurcell Solartechnik GmbH in einer Pressemitteilung. In Berlin werde auf diese Weise deutlich, dass ästhetische Architektur auch mit standardisierten, serientauglichen Photovoltaik-Modulen wirtschaftlich günstig und klimaschonend umgesetzt werden kann.
Diesen Beweis trete Sulfurcell mit dem eigenen Gebäude an. Das Berliner Photovoltaik-Unternehmen berichtet, dass es nun endgültig den Schritt in die Massenproduktion vollziehe und die Produktionskapazität für seine Dünnschichtsolarmodule von bisher drei auf jährlich 35 Megawatt (MW) steigere. Das Werk sei außerdem vorbereitet für den späteren Ausbau auf 75 MW.

Spektakuläre Solarfassade ermöglicht energieautarkes Verwaltungsgebäude
Mit dem Verwaltungsneubau und der Fertigungshalle beschreitet Sulfurcell neue Wege im gewerblichen Bauen. Insgesamt 900 neu entwickelte Photovoltaik-Kassettenmodule, die an der Fassade des Neubaus erstmalig zum Einsatz kommen, bilden eine schwarze Glasfassade und decken gleichzeitig etwa ein Drittel des Energiebedarfs des Bürogebäudes. Den übrigen Bedarf werde eine riesige Solarstromanlage auf dem Dach der Produktionshalle decken, so dass das Verwaltungsgebäude zu 100 Prozent energieautark sei.
“Wir freuen uns, dass Sulfurcell mit der Eröffnung seines neuen Firmensitzes im Technologiepark Adlershof ein deutliches Signal für den Solar- und Wirtschaftsstandort Berlin setzt”, sagte der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, anlässlich der Feierlichkeiten. “Im Berliner Klimabündnis haben wir uns verpflichtet, bis 2020 weitere 40 % CO2-Emissionen einzusparen. Die Lösung von Sulfurcell, ein energieautarkes Firmengebäude durch intelligente Solarlösungen zu gestalten, ist hierzu ein guter Beitrag und nachahmenswertes Beispiel”, erklärte Wowereit.

Architektonisches Zeichen im solaren Bauen
“Nach acht Jahren Entwicklung und Pilotproduktion treten wir nun in die Serienfertigung ein. Wir freuen uns über diese Zäsur in Sulfurcells Firmengeschichte und werden uns durch technologische Innovation im internationalen Wettbewerb behaupten. Berlin ist dafür ein hervorragender Standort”, sagte Dr. Nikolaus Meyer, Geschäftsführer und Gründer von Sulfurcell. “Mit unserem Gebäude haben wir ein architektonisches Zeichen gesetzt, um deutlich zu machen, was bereits heute im solaren Bauen möglich ist. Solares Bauen ist zukunftsorientiertes Bauen und leistet einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Unsere Initiative gilt nun besonders dem Großraum Berlin: Hier möchten wir zur Stärkung solarer Energieerzeugung beitragen und suchen nach Eigentümern großer Dächer und Brachflächen, die sich als Partner zur Erreichung dieses Ziels verstehen.”

“Ausgewählter Ort 2009” der Initiative “Deutschland – Land der Ideen”
Den solaren Neubau und die Innovationskraft des Unternehmens würdigte auch Harald Eisenach von der Deutschen Bank Berlin, der Sulfurcell im Rahmen der Einweihung als Vertreter der Initiative “Deutschland – Land der Ideen” die Auszeichnung “Ausgewählter Ort 2009” überreichte. Im Anschluss an die Einweihung fand im Neubau das erste Symposium “Solares Bauen – Neue Wege in der Industriearchitektur” statt. Um den Dialog zwischen Architektur und Solarwirtschaft auf dem Gebiet der gebäudeintegrierten Photovoltaik weiter voranzubringen, diskutierten Architekten, Planer, Anwender und Vertreter der Wissenschaft. Inhaltlich konzentrierte sich die Tagung auf das solare Bauen rund um gebäudefixierte Solarstromanlagen, die in der Breite anwendbar sind und zur Energiewende beitragen können.

15.10.2009 | Quelle: Sulfurcell Solartechnik GmbH | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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