Anlagenbauer centrotherm photovoltaics steigert Umsatz und Ergebnis; Prognose für das Gesamtjahr bestätigt

NULL

Die centrotherm photovoltaics AG (Blaubeuren) hat in einem schwierigen Marktumfeld ihren Wachstumskurs beibehalten, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. In den ersten neun Monaten 2009 erzielte der internationale Technologie- und Equipmentanbieter für die Herstellung von Solarsilizium, von kristallinen Solarzellen und CIGS-Dünnschichtmodulen nach eigenen Angaben ein Umsatzplus von 58,1 Prozent auf 374,7 Millionen Euro (Vorjahr: 236,9 Mio. Euro). Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände (EBITDA) verbesserte centrotherm photovoltaics um 62,3 Prozent auf 50,7 Millionen Euro (Vorjahr: 31,3 Mio. Euro).
Dies entspricht einer gestiegenen EBITDA-Marge von 13,5 Prozent im Vergleich zu 13,2 Prozent im Vorjahreszeitraum. Das EBIT vor Kaufpreisallokationen stieg um 55,3 Prozent auf 47,2 Millionen Euro nach 30,4 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Die EBIT-Marge vor Kaufpreisallokationen lag bei 12,6 Prozent (Vorjahr: 12,8 Prozent). Unter Berücksichtigung der Effekte aus den Kaufpreisallokationen stieg das EBIT um 16,8 Prozent auf 35,5 Millionen Euro. Die EBIT-Marge lag bei 9,5 Prozent (Vorjahr: 12,8 Prozent).

Auftragseingang wächst; Massenfertigung des größten CIGS-Moduls soll in Asien starten
Oliver M. Albrecht, Finanzvorstand der centrotherm photovoltaics, kommentiert: “Damit bekräftigen wir unser für 2009 geplantes Umsatzwachstum auf 500 bis 550 Millionen Euro bei einer Steigerung des EBITDA.” Positive Signale sieht die Gesellschaft auch wieder beim Auftragseingang. So habe centrotherm photovoltaics im dritten Quartal 2009 Aufträge mit einem Volumen von 41,2 Millionen Euro erhalten, nach 14,5 Mio. Euro im zweiten Quartal dieses Jahres. Insgesamt belaufe sich der Auftragsbestand zum 30. September 2009 auf 922,4 Millionen Euro (31. Dezember 2008: 990,2 Mio. Euro).
Mit Spannung blickt centrotherm photovoltaics derzeit nach Asien: Bis Ende des Jahres soll dort das erste, mit einer Fläche von 1,5 Quadratmetern bis dahin größte CIGS-Modul (Kupfer-Indium-Gallium-Diselenid) aus einer Massenfertigung produziert werden. “Nach unserem Meilenstein First Silicon Out im Frühjahr 2009 wäre dies ein weiterer Erfolg in unserer Unternehmensgeschichte”, sagt Robert M. Hartung, Vorstandssprecher der centrotherm photovoltaics.

Forschung und Entwicklung bleiben zentrales Thema
Die Grundlage dieser Erfolge werde in der Forschung und Entwicklung (F&E) gelegt, die zentraler Bestandteil der Aktivität von centrotherm photovoltaics sind. So unterhält das Unternehmen als eines der wenigen der Branche eine eigene F&E-Abteilung für jeden Geschäftsbereich mit insgesamt rund 100 Mitarbeitern. Im Geschäftsbereich Solarsilizium haben die Experten aus Blaubeuren den im April 2009 vorgestellten Kristallisationsofen zur Herstellung von multikristallinen Ingots weiter optimiert. Damit können deutlich kürzere Prozesslaufzeiten, eine höhere Prozessstabilität und eine gesteigerte Durchsatzleistung pro Jahr erzielt werden, berichtet das Unternehmen.

Mehr Effizienz bei Wafern und Solarzellen
Darüber hinaus hat das centrotherm photovoltaics im Geschäftsbereich Solarzelle eine neue Generation Rohröfen für Diffusion und Oxidation vorgestellt, mit einer nach Unternehmensangaben um 25 Prozent gesteigerten Kapazität. Durch Prozessoptimierung und Veränderungen in der Ofenkonstruktion könnten mehr Wafer verarbeitet werden, was die Effizienz zusätzlich verbessere, heißt es in der Pressemitteilung Ein wichtiges Ergebnis der F&E-Aktivität sei auch die neue Zell-Linie “FlexLine Plus”, mit der die Wirkungsgrade bei der Herstellung kristalliner Zellen weiter erhöht werden.

13 Prozent Dünnschicht-Wirkungsgrad im Labor
Im Geschäftsbereich Dünnschicht sei es gelungen – basierend auf eigenem Equipment und Prozess-Know-how im Technikum am Standort Blaubeuren – den Zellwirkungsgrad auf 13 Prozent zu steigern. Der Wert sei mit einem für die Massenproduktion umsetzbaren Verfahren erreicht worden. centrotherm photovoltaics erwartet daher Wirkungsgrade von bis zu zwölf Prozent auf den Turnkey-Linien für die industrielle Fertigung von Dünnschichtmodulen mit einer Fläche von 1,5 Quadratmetern.
Hartung: “Mit diesen Entwicklungen folgen wir unserem Ziel, die Produktionskosten beim Kunden nachhaltig zu senken, damit die Photovoltaikindustrie zügig ohne staatliche Förderung auskommt. Daher ist und bleibt F&E für uns eines der zentralen Themen und wesentlicher Erfolgsfaktor.” Insgesamt hat centrotherm photovoltaics in den ersten neun Monaten dieses Jahres nach eigenen Angaben 19,4 Millionen Euro in F&E investiert. Die F&E-Aktivitäten sind auch Teil des “Performance Plus”-Programms der centrotherm photovoltaics: Im Rahmen dieser Initiative werden seit Anfang des Jahres konzernweit Effizienzsteigerungs- und Kostensenkungspotenziale identifiziert und entsprechende Maßnahmen umgesetzt. Damit habe die Gesellschaft in den letzten Monaten bereits gute Erfolge erzielt, heißt es in der Pressemitteilung.

Exportquote von 91,6 Prozent belegt international starke Marktposition
“Trotz des herausfordernden Marktumfeldes konnten wir Umsatz und Ergebnis im Berichtszeitraum deutlich steigern”, sagt Hartung. “Wir haben unsere starke Marktposition im Ausland noch ausgebaut, was sich in unserer Exportquote von 91,6 Prozent widerspiegelt.” Erneuter Wachstumstreiber war das Asiengeschäft mit einem Anteil von 80,5 Prozent am Gesamtumsatz. Hartung: “Wir freuen uns, dass viele asiatische Hersteller auf unsere Technologie und unser Equipment setzen. Auch in Zukunft werden wir daran arbeiten, unsere technologische Führungsposition deutschlandweit und international auszubauen.”
Der Neunmonatsbericht zum 30. September 2009 steht auf den Internetseiten des Unternehmens zum Herunterladen im Investor Relations-Bereich bereit.

11.11.2009 | Quelle: centrotherm photovoltaics AG | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

Schließen