Arbeitsplatzentwicklung 2009: Erneuerbare Energien schaffen mehr Beschäftigung

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300.500 Menschen arbeiteten im Jahr 2009 in Deutschland in der Branche der erneuerbaren Energien, berichtet das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR, Stuttgart) in einer Pressemitteilung. Damit sei diese Zahl um etwa acht Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Schätzung, die das DLR im Auftrag des Bundesumweltministeriums (BMU) gemeinsam vorgenommen hat mit dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), dem Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) und der Gesellschaft für Wirtschaftliche Strukturforschung (GWS).

Erneuerbare Energien weiterhin auf Wachstumskurs
Die erneuerbaren Energien in Deutschland haben auch im Krisenjahr 2009 ihren Wachstumskurs verfolgt, heißt es weiter in der Pressemitteilung. Die Investitionen in Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien in Deutschland seien im Vergleich zum Vorjahr wieder einmal deutlich gestiegen, und auch die Umsätze der in Deutschland produzierenden Unternehmen konnten laut Untersuchung um zehn Prozent gesteigert werden. Als Folge daraus sei die Bruttobeschäftigung um acht Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen, auf rund 300.000 Personen. Zu diesem Ergebnis kommt die vorläufige Erhebung von DLR, DIW, ZSW und GWS, die Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen am 24. März 2010 in Berlin der Öffentlichkeit vorgestellt hat.

Von Biomasse bis Windenergie – die Entwicklung in den einzelnen Sparten
Von den insgesamt 300.500 Beschäftigten entfielen 36 Prozent (109.000 Personen) auf die Biomasse. Dies berücksichtige neben den direkt und indirekt Beschäftigten des Anlagenbaus auch die Beschäftigten aus Betrieb und Wartung sowie aus der Bereitstellung von Brenn- und Biokraftstoffen. Die Windenergie, die seit Jahren einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklung der Beschäftigung leiste, stehe mit 87.100 Personen (29 Prozent) an zweiter Stelle.

Photovoltaik-Ausbau schafft neue Arbeitsplätze
Die Beschäftigung der Solarenergie-Branche mit 79.600 Personen (26 Prozent) hat laut DLR durch den deutlich gesteigerten Ausbau der Photovoltaik in Deutschland wieder einmal zugenommen. Die Geothermie trug mit etwa 9300 Personen (3 Prozent) zur Beschäftigung bei, gefolgt von der Wasserkraft mit rund 9000 Personen (3 Prozent). Die Beschäftigung, die durch die Bereitstellung öffentlicher und privater Mittel in Forschung und Verwaltung hervorgerufen wird, hat einen Anteil von etwa 2 Prozent (6.500 Personen) an der Bruttobeschäftigung.
Insgesamt entfielen demnach 294.000 Personen auf die Aktivitäten der Wirtschaft, von denen etwa zwei Drittel auf die Wirkung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) zurückgeführt werden können. Eine genauere Darstellung der Ergebnisse kann auf der Internetseite des BMU heruntergeladen werden. Eine aktualisierte Untersuchung der Bruttobeschäftigung für die Jahre 2007 bis 2009 sowie eine Analyse der zukünftigen Entwicklung der Arbeitsplatzeffekte werde im Rahmen des Gesamtvorhabens innerhalb des nächsten Jahres vorgenommen.

07.05.2010 | Quelle: Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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