Photovoltaik-Modultests: ZSW errichtet neue Prüfstände in Spanien und entwickelt neuen PID-Test
Die jährliche Sonneneinstrahlung auf dem neuen Testgelände in Girona liegt bei 1.500 Kilowattstunde pro Quadratmeter. Damit ist sie eineinhalb Mal so hoch wie in Deutschland.
„Hinzu kommt eine deutlich höhere Temperatur, besonders im Hochsommer“, sagt Peter Lechner, der Leiter des ZSW-Testlabors Solab. „Ein Test in beiden Regionen kann eine große Bandbreite an Betriebsbedingungen nutzen und liefert einen direkten Betriebsvergleich für Hersteller.“ Beeinträchtigungen durch starke Hitze oder schwache Einstrahlung zeigen, wie gut Qualität und Energieertrag von Solarmodulen sind und wo Verbesserungen vorgenommen werden können.
ZSW stellt neuen PID-Test vor
Außerdem stellte das ZSW eine neue Methode für einen PID-Test vor.
Das Risiko eines schleichenden Leistungsabfalls durch Leckströme, die durch die Spannungslage gegenüber dem Erdpotenzial verursacht werden, ist erst seit einigen Jahren bekannt.
Der Test nutzt zwei bekannte Verfahren, die jetzt vom ZSW kombiniert werden. Dabei wird die beschleunigte Belastung unter Systemspannung in der Klimakammer mit einer zusätzlichen Untersuchung der Leckströme an den Modulen im Freien verbunden. Aus den zusammengeführten Daten können die Solarforscher berechnen, wie viel Zeit dem Testmodul im Normalbetrieb bleibt, bis die Verluste die Toleranzgrenze übersteigen. Die Hersteller erhalten so Klarheit über die PID-Resistenz ihrer Module.
10.04.2012 | Quelle: Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH
Beliebte Artikel

PVT-Wärmepumpensystem: Strom und Wärme vom Dach

Greenakku bringt Balkonkraftwerk mit Lithium-Speicher heraus
