Bridge to India: Zahl der Grünstromzertifikate in Indien steigt bis 2016 auf 480 Millionen; deutlicher Photovoltaik-Zubau erwartet

Das Beratungsunternehmen Bridge to India (Neu-Delhi) hat eine neue Studie veröffentlicht, laut der in Indien bis 2016 rund 480 Millionen Grünstromzertifikate (RECs) ausgegeben und gehandelt werden.

Der Bericht „The REC mechanism: Viability of solar projects in India” geht davon aus, dass die bislang eher lockeren Vorgaben für den Anteil erneuerbarer Energien verschärft werden und dass Projekte, die auf Grünstromzertifikaten basieren, bis 2016 eine Nennleistung von 868 MW erreichen werden. Sollten durch die RECs nur 25% der Vorgaben für den Anteil erneuerbarer Energien erfüllt werden, entspräche das 480 Millionen Grünstromzertifikate bis 2016.
„Die Zentrale Stromregulierungs-Behörde (CERC) Indiens hat die Bedenken zerstreut, dass die Grünstrom-Vorgaben nicht konsequent genug durchgesetzt werden könnten", erklärt Bridge to India. „Die CERC bemüht sich, die Vorgaben auch bei bundesstaatlichen Regulierungsbehörden durchzusetzen.”

Markt der Solarstrom-Zertifikate derzeit weitgehend inaktiv
Bridge to India hat beobachtet, der Markt für Solarstromzertifikate sei bislang weitgehend inaktiv. Obwohl sie bereits im Februar 2011 eingeführt wurden, seien die ersten Solarstromzertifikate erst im Mai 2012 gehandelt worden.
In dem Bericht heißt es außerdem, die Nachfrage nach RECs sei weit größer als das Angebot und die Verkaufspreise seien deutlich zu hoch.
Ab 2017 seien die REC-Preise ungewiss. Nach Einschätzung von Bridge to India werden sie sich zwischen 2.200 und 4.000 indische Rupien einpendeln (31,2 bis 56,7 Euro).
Der Bericht steht zum Download unter: http://bridgetoindia.com/our-reports/india-solar-decision-briefs#download

19.09.2012 | Quelle: Bridge to India | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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