SMA fordert von der Politik Investitionssicherheit

SMA Vorstandssprecher Jürgen Reinert fordert Taten von der Bundesregierung. Foto: SMA Solar Technology
Der hessische Solarhersteller SMA fordert von der Bundesregierung eine zügige gesetzliche Verankerung der im Klimapaket beschriebenen Maßnahmen sowie wesentliche Nachbesserungen.Das hessische Solarstromunternehmen SMA Solar Technology begrüßt in einer Pressemitteilung die vorgesehene Streichung des Förderdeckels für Solardächer. Es übt aber massive Kritik an der weiteren Abschwächung der ursprünglich geplanten Maßnahmen, wie…

Der hessische Solarhersteller SMA fordert von der Bundesregierung eine zügige gesetzliche Verankerung der im Klimapaket beschriebenen Maßnahmen sowie wesentliche Nachbesserungen.

Das hessische Solarstromunternehmen SMA Solar Technology begrüßt in einer Pressemitteilung die vorgesehene Streichung des Förderdeckels für Solardächer. Es übt aber massive Kritik an der weiteren Abschwächung der ursprünglich geplanten Maßnahmen, wie etwa die Zurücknahme des jährlichen Monitoring-Prozesses zur Einhaltung der Sektorziele.

Ohne eine umgehende Schärfung der Maßnahmen des Klimapakets drohe ein Markteinbruch in Deutschland.

„Die zunehmende Unklarheit an vielen Stellen des Klimapakets schürt Unsicherheit in der gesamten Solarbranche, was wiederum zu einer abwartenden Haltung bei Investitionen und im schlechtesten Fall zu einem Markteinbruch führt. Zum Beispiel ist der Umfang der Beschleunigung des Photovoltaik-Ausbaus noch nicht klar beziffert. Die große Koalition hat für erneuerbare Energien bis 2030 ein Ziel von 65 Prozent am Bruttostromverbrauch festgeschrieben. Dies ist sehr positiv, allerdings nur, wenn man sich auch der Realität stellt, dass der Bruttostrombedarf bis dahin drastisch steigen und nicht sinken wird“, so SMA Vorstandssprecher Jürgen Reinert.

Viele Politiker würden den Anstieg des Stromverbrauchs bis 2030 dramatisch unterschätzen, so Reinert. Der Anteil von 65 Prozent erneuerbarer Energien müsse auf den realen Stromverbrauch bezogen werden. Dies bedeute ein Vielfaches des Ausbaus erneuerbarer Energien und besonders der Photovoltaik, die mittlerweile eine der preiswertesten Möglichkeiten der klimafreundlichen Stromerzeugung sei.

Die starke Deckelung von CO2-Preisen weit unter den tatsächlichen Klimafolgekosten und ohne Festlegung gesetzlicher Mindeststandards werde den tatsächlichen Anforderungen nicht gerecht, sagt Reinert:„Die erneute Abschwächung des ursprünglichen Entwurfs sowie das Fehlen klarer und messbarer Ziele sind Gift für den Klimaschutz und für die wirtschaftliche Entwicklung der erneuerbaren Energien in Deutschland. Es liegt weiter an uns allen, mit Bewegungen wie Fridays for Future den Druck aufrecht zu erhalten, um die gesetzten Ziele zu erreichen.“
8.10.2019 | Quelle: SMA | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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