Hausbesitzer und Branche profitieren von neuer Solarthermie-Förderung

Ein Monteuer bespricht sich auf dem Dach mit dem Eigentümer über die Installation von Solarkollektoren.Foto: ZVSHK
Die Heizungsbranche dürfte im Zuge des Klimapakets zum Heizungsaustausch mehr Solartermie-Kollektoren auf die Dächer bringen.
Im ersten Quartal des Jahres 2020 ist das Verbraucher-Interesse an Solarheizungen deutlich gestiegen. Der Absatz von Solarkollektoren zog jüngst spürbar an. Ursache ist die nach Aussage des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW) neue Solarthermie-Förderung.

Parallel zum Marktwachstum im Bereich der Solarthermie verzeichnete das für die Solarthermie-Förderung zuständige Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) ein deutlich wachsendes Interesse an den verbesserten Förderangeboten.

Auch der  vom BSW erhobene Geschäftslageindex kletterte zuletzt in nur drei Monaten um 70 Punkte auf ein Zehnjahreshoch von 134 Punkten. Die Unternehmen registrieren die neue Solarthermie-Förderung und das wachsende Kundeninteresse.

Auch wenn sich durch Corona-bedingte Unsicherheiten die Geschäftserwartung für die kommenden Monate eintrübte, zeigt sich der BSW zuversichtlich. „Einer kurzfristigen Corona-Delle dürfte eine Investitionswelle folgen“, sagt BSW-Hauptgeschäftsführer Carsten Körnig. „Die verstärkte Klimadebatte der letzten Jahre, deutlich verbesserte Fördersätze und die Einführung eines jährlich steigenden CO2-Preises ab dem kommenden Jahr zeigen Wirkung.“

Pflicht und Förderung

Beim Neubau ist der Einsatz erneuerbarer Energien seit einigen Jahren Pflicht. Bei der Installation einer Solarwärmeanlage in Bestandsgebäuden, in denen zuvor Ölkessel zum Einsatz kamen, übernimmt der Staat bis zu 45 Prozent der Investitionskosten. Anträge für neue Heizungen bzw. die neue Solarthermie-Förderung müssen Hausbesitzer vor Auftragserteilung beim zuständigen Bundesamt BAFA stellen. 

Alternativ können Hausbesitzer eine steuerliche Förderung in Anspruch nehmen. Hier fördert der Staat durch eine Kürzung der Steuerschuld. Ohne vorherigen Antrag oder eine Energieberatung erhalten Hausbesitzer so 20 Prozent der Investitionssumme für die neue Solarwärmeanlage vom Staat zurück. Der Fachbetrieb, der die Anlage installiert, stellt dafür eine Bescheinigung zur Vorlage beim Finanzamt aus. Dies ist ein einfaches Verfahren. Doch noch mehr lohnt sich die Solarthermie-Förderung durch das BAFA.

Der Staat investiert über das BAFA und die KFW Bank in Klimaschutzmaßnahmen bei privaten Hausbesitzern. Während sich die KfW-Förderung auf die Effizienz der Gebäudehülle konzentriert, gibt es vom BAFA Zuschüsse für neue Heizungen. Dabei ist der Einsatz erneuerbarer Energien verpflichtend. Hausbesitzer haben die Wahl, ob sie ihre alte Heizung durch Biomasse-Kessel, Wärmepumpen oder eine Gasheizung ersetzen wollen. Gasheizungen sind mit einer Solartherme-Anlage zu kombinieren. Die anderen Technologien können mit Solarwärme kombiniert werden. Auch allein Solartherme-Anlagen sind förderfähig.

6.5.2020 | Quelle: Bundesverband Solarwirtschaft | solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

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