Stromspeicher: Neue VDI-Richtlinie in der Entwicklung

Ein Produktbild eines ästhetisch in den Wohnraum integrierten StromspeichersFoto: Sonnen
Die Nachfrage nach Stromspeicher wächst.
Um dezentrale Stromspeicher besser planen und optimieren zu können, entwickeln derzeit verschiedene Partner gemeinsam eine neue VDI-Richtlinienreihe. Auch ein Open-Source-Tool zur Auslegung von Stromspeichern zählt dazu.

Für Stromspeicher ist aktuell eine neue VDI-Richtlinie in der Entwicklung. Das teilt der Verein Deutscher Ingenieure mit. Mit aktuell mehr als 200.000 installierten Stromspeichern in Deutschland und einer Zubaurate von zuletzt rund 65.000 Stück im Jahr 2019 gewännen elektrische Stromspeicher zunehmend an Bedeutung. Sie böten eine attraktive Möglichkeit zur Reduktion von Energiekosten, sowohl in privaten Wohngebäuden als auch für gewerbliche Unternehmen.

Hinsichtlich der Planung und Optimierung von dezentralen Stromspeichern bestehe aber ein Bedarf an Planungswerkzeugen. Diese sollten anders als kommerzielle Angebote einen herstellerunabhängigen Zugang für Planer und Installateure zur Vermittlung und Weiterentwicklung der relevanten Kenntnisse ermöglichen. Diese Lücke solle die neue Richtlinienreihe VDI 4657 künftig schließen.

Dazu hat der VDI nun das Projekt „Planung und Integration von Energiespeichern in Gebäudeenergiesystemen“ mit dem Schwerpunkt „Elektrische Stromspeicher“ („PIEG-Strom“) gestartet. Dies führe er gemeinsam mit anderen Partner durch. Dazu zählen der BVES Bundesverband Energiespeicher Systeme e.V., die Hochschule Emden/Leer, der Energiedienstleister denersol und das Forschungszentrum Jülich. Neben der Erstellung der VDI-Richtlinie entwickeln die Projektpartner auch ein Open-Source-Tool zur Auslegung von Stromspeichern.

„Ob zur Erhöhung der Eigenversorgung in Kombination mit Photovoltaikanlagen als auch eigenständig zur Reduktion von Leistungsspitzen: Stromspeicher bieten viel Potenzial zur Reduktion der Stromkosten“, so Projektleiter Prof. Dr-Ing. Johannes Rolink von der Hochschule Emden/Leer.

Das Projekt läuft von Juli 2020 bis Juni 2022. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) unterstützt das Vorhaben. Die Mittel stammen ferner aus dem Förderprogramm zum Wissens- und Technologietransfer durch Patente und Normen (WIPANO).

28.9.2020 | Quelle: VDI | solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

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