First Solar: RBA-Standard für faire Photovoltaik-Lieferkette

Produktions-Mitarbeiterin mit orangem Kopftuch kontrolliert Photovoltaikmodule in der First-Solar-Fabrik in MalaysiaFoto: First Solar Inc.
Auch für die Photovoltaik-Fertigung in Malysia verpflichtet sich First Solar zu fairen Bedingungen innerhalb seiner Lieferkette.
Der Photovoltaik-Modulhersteller First Solar mit Hauptsitz in den USA hat sich auf Mindeststandards der Responsible Business Alliance (RBA) für seine Lieferkette verpflichtet.

Nach eigenen Angaben ist First Solar der weltweit erste unter den Top-10-Photovoltaik-Herstellern, der dem RBA-Standard für Lieferkette beitritt. Die Responsible Business Alliance (RBA), gilt als weltweit größte Industriekoalition, die Rechte und des Gesundheitsstandards von Arbeitnehmer:innen in der globalen Lieferkette gewährleisten will.

RBA-Standard für Lieferkette

Die Mitgliedschaft in der RBA verpflichtet First Solar den nachhaltigen Wert für Arbeitnehmer, Umwelt und Unternehmen zu fördern. Die Mission der RBA ist es Arbeits- und Umweltbedingungen sowie die Geschäftsleistung durch Top-Standards und gute Praxis innerhalb der globalen Lieferketten zu verbessern. Durch die Mitgliedschaft erhält First Solar auch Zugriff auf die Due-Diligence-Tools und -Programme der RBA. Das Unternehmen will das Validated Assessment Program (VAP) der RBA nutzen, das als vorbildlicher Standard für die Überprüfung der Einhaltung von Vorschriften vor Ort gilt. Es ist Grundlage für effektive, gemeinsam nutzbare Audits.

Keine Zwangsarbeit für Photovoltaik

„Unsere Entscheidung, der RBA beizutreten, untermauert ganz einfach unser Engagement für Responsible Solar“, sagt Mike Koralewski, Chief Manufacturing Operations Officer von First Solar. “Während die Solarindustrie Probleme wie Zwangsarbeit kaum ohne glaubwürdige Prüfungsprogramme angehen kann, zeigt das VAP, dass es nicht notwendig ist, das Rad bei der Suche nach einem robusten und seriösen Bewertungsrahmen neu zu erfinden.”

First Solar, das einzige Unternehmen mit Hauptsitz in den USA unter den weltweit größten Solarherstellern, verfolgt nach eigener Aussage bereits eine langjährige Null-Toleranz-Politik gegenüber Zwangsarbeit. Seine Lieferanten müssten unabhängig vom geografischen Standort ihre Standards und Richtlinien einhalten, betont das Unternehmen in einer Presseerklärung.

First Solar akzeptiert Verhaltenskodex

Als RBA-Mitglied verpflichtet es sich, den Verhaltenskodex der RBA in seinen globalen Operationen einzuhalten. Außerdem gilt es, den RBA-Ansatz und die RBA-Instrumente schrittweise im Geiste der Ziele der Assoziation umzusetzen. Der Verhaltenskodex der RBA verweist auf internationale Menschenrechtserklärungen und Sorgfaltspflichten. Er befasst sich mit den Bereichen Umwelt, Gesundheit und Sicherheit, Ethik, Arbeit und Menschenrechte. First Solar verpflichtet sich außerdem, den RBA-Verhaltenskodex schrittweise auf seine Photovoltaik-Lieferkette anzuwenden. Das Unternehmen will dessen Anwendung mithilfe von RBA-Praktiken und -Tools zu überwachen und seine Lieferanten zu ermutigen, dasselbe zu tun.

First Solar globaler Anbieter von Dünnschicht-Photovoltaik-Modulen auf Cadmium-Tellurid-Basis. Das Unternehmen ist stolz auf seinen technologischen Ansatz. Er verkörpere von der Rohstoffbeschaffung bis zum Recycling von Altmodulen Nachhaltigkeit und Verantwortung gegenüber Menschen und dem Planeten. Ihre größte Fertigung betreibt die First Solar in Malaysia. Sein deutsches Werk in Frankfurt/Oder hat das Unternehmen 2012 geschlossen.

Im Deutschland wird aktuell über den Entwurf der Bundesregierung für ein Lieferkettengesetz debattiert.

25.5.2021 | Quelle: First Solar | Solarserver
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