EEX startet nationales Emissionshandelssystem im Oktober

Zu sehen ist eine symbolische Darstellung mit Münzen vor Häusern. Nationales Emissionshandelssystem (nEHS) soll im Oktober starten.Grafik: Eisenhans - stock.adobe.com
Mit der Einführung des nEHS zum Jahresbeginn 2021 wird erstmals ein CO2-Preis für die Sektoren Wärme und Verkehr auf nationaler Ebene festgelegt.
Der erster Verkaufstermin im Rahmen des nationalen Emissionshandelssystems (nEHS) soll im Oktober 2021 stattfinden. Unternehmen, die Brennstoffe wie Benzin, Diesel, Heizöl oder Erdgas in den Verkehr bringen, müssen Zertifikate erwerben.

Die European Energy Exchange (EEX) hat in Abstimmung mit dem Umweltbundesamt den geplanten Zeitplan für die Verkäufe 2021 für das nationale Emissionshandelssystem (nEHS) veröffentlicht. Mit der Einführung des nEHS zum Jahresbeginn 2021 wird erstmals ein CO2-Preis für die Sektoren Wärme und Verkehr auf nationaler Ebene festgelegt.

Der erste Verkaufstermin des nEHS wird voraussichtlich am 5. Oktober 2021 stattfinden. Die Verkaufstermine werden das ganze Jahr über zweimal wöchentlich, dienstags und donnerstags, für jeweils sechs Stunden von 9:30 bis 15:30 Uhr MEZ abgehalten. Der letzte Verkaufstermin im Jahr 2021 wird voraussichtlich am 7. Dezember 2021 stattfinden.

Nationales Emissionshandelssystem: Bis gelten 2025 Festpreise

Im Rahmen des nEHS ist zunächst eine Festpreisphase bis 2025 vorgesehen. In dieser gibt es die nEHS-Zertifikate zu einem gesetzlich festgelegten und jährlich steigenden Preis. Bis einschließlich 2025 wird der Verkauf dieser Zertifikate über die EEX zu festen Preisen erfolgen und ab 2026 in ein Auktionsverfahren übergehen. Während der Festpreisphase ist die Anzahl der verfügbaren nEHS-Zertifikate unbegrenzt. Weitere Einzelheiten sind dem veröffentlichten Verkaufskalender zu entnehmen.

Die EEX hat im März 2021 den Zuschlag des Umweltbundesamtes für die Veräußerung von Emissionszertifikaten im nationalen Emissionshandelssystem erhalten. Dem war ein öffentliches Ausschreibungsverfahren vorausgegangen. Als langjährige zentrale Auktionsplattform im europäischen Emissionshandelssystem (EU ETS) wird die EEX ihre Erfahrung und Expertise nun auch auf nationaler Ebene einbringen.

Es werden alle Brennstoffe des Energiesteuergesetzes in den nationalen Emissionshandel einbezogen. Dazu zählen Benzin, Diesel, Heizöl, Flüssiggas, Erdgas und ab 2023 neben anderen, auch Kohle. Verpflichtet sind im Rahmen des nEHS diejenigen Unternehmen und Organisationen, die Brennstoffe in Verkehr bringen. Das sind etwa Erdgasversorger oder Unternehmen der Mineralölindustrie. Die direkte Zulassung für diese Verpflichteten unter dem nEHS ist seit 9. August 2021 unter dem nebenstehenden Link möglich. Ein indirekter Zugang zum Verkauf wird über verschiedene Intermediäre angeboten, die auf der nEHS-Website aufgeführt sind.

24.8.2021 | Quelle: EEX | solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

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