BAFA-Förderung: Antragszahlen im November stabil

Im November 2022 haben die Bürger:innen nur noch wenige Anträge in der BEG-Förderung beim BAFA gestellt.Quelle: BAFA, Grafik: Solarserver
Im November hat sich die Zahl der BAFA-Förderanträge für eine neue Heizung mit erneuerbaren Energien stabilisiert. Im Vergleich zum Oktober zogen die Antragszahlen leicht an.

Im November 2022 sind gut 17.500 Förderanträge beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) für neue Heizungen in der Bundesförderung effiziente Gebäude (BEG-Förderung) eingegangen. Das geht aus den von der Behörde veröffentlichten Zahlen hervor.

Da der Bund Mitte August die Förderbedingungen verschlechtert hatte, stellten die Bürger:innen im Juli und August sehr viele Förderanträge. Seit September hat sich die Zahl dann auf einem niedrigen Niveau eingependelt. Doch ingesamt hat die Energiekrise dazu geführt, dass immer mehr Bürger:innen an einen Heizungstausch denken. Bis Ende November 2022 kamen 630.000 Förderanträge für Heizungen zusammen. Das sind gut drei Mal so viele, wie im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Wärmepumpen dominieren BEG-Förderung im November 2022

Die neuen Förderkonditionen haben zu einer starken Verschiebung der beantragten Wärmeerzeuger geführt. Wärmepumpen erhalten jetzt die höchsten Förderquoten und dominieren das Geschehen. Gut 70 Prozent der Antragsteller:innen haben im November 2022 Fördermittel für eine Wärmepumpe beantragt. Im November 2021 waren es nur knapp 30 Prozent. Auch in absoluten Zahlen haben mehr Bürger:innen in diesem November Fördermittel für eine Wärmepumpe beantragt als vor einem Jahr.

Das Interesse an einem geförderten Anschluss an ein Wärmenetz hat sich im Vergleich zum Vorjahr verdreifacht. Verlierer sind die Biomasseheizungen. Angesichts der Reduzierung der Förderquote verringerte sich die Antragzahl im Vergleich zum Vorjahr um 90 Prozent. Nur noch 6 Prozent aller Anträge entfallen auf Holzheizungen. Auch bei der Solarthermie kam zu einem Rückgang. Sie kommt auf einen Anteil von gut 11 Prozent der Förderanträge. Die Hybridheizungen sind seit Mitte August nicht mehr förderfähig.

Zu sehen ist ein Diagramm, das die Anträge in der BEG-Förderung für Solarthermie (2022, 2021) im Vergleich zu den Vorjahren zeigt.
Anträge in der BEG-Förderung für Solarthermie (2022, 2021) im Vergleich zum Marktanreizprogramm in den Jahren 2019 und 2020. Quelle: BAFA, Grafik: Solarserver

Auch die Zahlen der BEG-Anträge für Baubegleitung, Heizungsoptimierung und Dämmung der Gebäudehülle sind seit September 2022 deutlich abgesunken und stabilisieren sich nun wieder auf einem niedrigen Niveau.

Ab Januar plant das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz eine weitere Änderung des BEG-Förderprogramms. Die geplanten Änderungen hat Solarserver-Chefredakteur Andreas Witt auf S+ zusammengefasst.

14.12.2022 | Quelle: BAFA | solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

Diesen Beitrag hat das Redaktionsteam des Solarthermie-Jahrbuchs verfasst. Sie können das Solarthermie-Jahrbuch unter diesem Link bestellen.

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