Agri-Photovoltaik für den Weinbau mit GridParity

Die Animation zeigt Weinreben unter einer Agri-PV-Installation.Image: GridParity AG
Auch der Weinbau kann in Verbindung mit Agri-PV interessant sein.
Der Weinbau kann sich mit Agri-PV-Systemen gegen schädliche Einflüsse des Klimawandels schützen. Anbieter GridParity bietet entsprechende Systeme an.

Die Agri-Photovoltaik (Agri-PV) kann für den Weinbau in Deutschland eine vorteilhafte Lösung sein. Das analysiert der PV-Dienstleister GridParity. So sei der durch den Klimawandel verursachte Temperaturanstieg im Weinbau bereits deutlich zu spüren. Die Vegetationsperiode der Pflanzen, der Austrieb und die Rebblüte verlagerten sich tendenziell früher ins Jahr. Mit der früheren Entwicklung steige jedoch auch die Gefahr von Schäden durch Spätfröste, die sich zeitlich kaum veränderten. Später im Jahr bedrohten Hitzeperioden und extreme Trockenereignisse die Reben.

Frost, Hitze und Trockenheit seien aber noch nicht die einzigen Bedrohungen, denen die Rebe ausgesetzt sei. Für Weinreben, die ein warm-gemäßigtes Klima mit einer geringen Anzahl von extremen Wetterlagen bevorzugten, stellten auch Starkwetterereignisse mit extremen Niederschlagsformen (Graupel, Hagel, Starkregen) eine Gefahr dar.  Starkregen und langanhaltender Sommerregen begünstigten den Pilzbefall (Mehltau) der Reben in den Sommermonaten und führen zu Ernteausfällen.

Hoch aufgeständerte AgriPV Installationen hätten sich im Obstbau schon mehrfach bewährt und bewiesen, dass ein wirksamer Schutz vor Klimaschäden ohne nachhaltige Ertragseinbußen bei Kernobst möglich ist. Bei Beeren hätten sich Zusatzerträge von über 8 % in großen Plantagen feststellen lassen. Solche Agri-PV Installationen seien nunmehr auch im Weinbau zum Schutz vor Ernteschäden in der Planung.

Klimaschäden mit Agri-PV vermeinden

Die Aufwendungen zum Schutz vor Klimaschäden im Weinbau seien heute schon ein wesentlicher Kostenfaktor. Ein zuverlässiger Schutz vor Hagel, Starkregen oder zu extremer Hitze lässt sich trotzdem meist nicht erzielen. Die Agri-PV Anlagen der GridParity dagegen finanzierten sich durch die hohen Stromerträge von selbst innerhalb weniger Jahre. Sie böten zudem – je nach Auslegung – Schutz vor Hagel, Starkregen und Hitze sowie vor dem Mehltaubefall. Auch der Schutz vor Nachfrösten ist meist gegeben. Wesentliche Vorteile sind zusätzlich die eingeschränkte Verdunstung und dadurch der geringere Wasserverbrauch.

Durch die ohne großen Mehraufwand zu installierende Tröpfchenbewässerung und ein Wassermanagement lasse sich teilweise ein Regenwasserüberschuss speichern. Auch der Spritzmitteleinsatz ließe sich um bis zu 80 % reduzieren.

Sowohl die Dimensionen als auch die Auslegung der Anlagen erfolgen digital entsprechend den schon vorhandenen oder geplanten Reihen- und Pflanzabständen sowie den Geländeprofilen. Die Umsetzung in die Produktionspläne erfolge danach anhand statischer Analysen. Jede Anlage werde individuell in vollautomatisierten Prozessen gefertigt.

Da Weinreben meist in geringen Abständen gepflanzt werden, lassen sich die Agri-PV zudem sehr gut an die Pflanzreihen anpassen. Die offene Bauweise der Gestelle und die Transparenz der Module ermöglichten durch das von allen Seiten einfallende Licht eine gesamte Lichtmenge von 70-80 %. Dies entspricht der Lichtmenge unter Folienschutzplanen. Angesichts der durch den Klimawandel verursachten starken Zunahme der Lichtintensität reiche diese für die meisten Weinreben aus.

Die Agri-PV Module werden zudem in der Slowakei bei Agora in unterschiedlichen Transparenzgraden produziert. Bei einer höheren Lichtanforderung stehen auch PV Module mit höherer Transparenz zur Verfügung.

25.1.2022 | Quelle: GridParity | solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

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