Photovoltaik-Kraftwerke für boomende Datenzentren: Investoren gesucht

PV-Kraftwerke in trockener LandschaftFoto: myphotobank.com.au / stock.adobe.com
Symbolbild: die Photovoltaik kann in sonnenreichen Regionen sehr günstig Strom erzeugen.
Der Ausbau von Datenzentren infolge des KI-Booms braucht sauberen Strom. Die Schweizer Edisun entwickelt für Rechenzentren in Madrid PV-Kraftwerke, die sie nun verkaufen will.

Die in der Schweiz ansässige Edisun Power Europe AG plant, ihre geplanten PV-Kraftwerke zur Versorgung von Datenzentren in Spanien zu verkaufen. In der Nähe von Madrid entwickelt das Unternehmen aktuell drei Großprojekte zur solarem Stromerzeugung mit insgesamt 741 Megawatt (MW) Spitzenleistung. Davon sollen 362 MW für neue Rechenzentren zur Verfügung stehen.

Hintergrund ist der Boom von Datenzentren in Folge des Vormarsches künstlicher Intelligenz. Aktuell flössen laut Edisun 50% der europäischen Datenströme durch Spanien. Dort lägen zudem die Kosten für Solarenergie etwa 45% unter dem EU-Durchschnitt. Das von Edisun erworbene und nun weiterentwickelte ‘Fuencarral to AI’-Projekt in Madrid will Rechenzentren mit erneuerbarer Energie versorgen. Ziel sei es, sicherzustellen, dass das rasante Wachstum KI-gesteuerter Anwendungen durch den Einsatz sauberer Energie zu einer Senkung der CO2-Emissionen führe. Nun wolle Edisun das Projekt im Rahmen eines Ausschreibungsverfahrens verkaufen. Der ausgewählte Käufer soll anschließend den Bau finanzieren.

Mit dem Verkauf entlastet sich Edisun zugleich von einem Projekt, das viel Kapital erfordert. Das Unternehmen teilte zeitgleich seine Geschäftszahlen für das erste Halbjahr 2025 mit. Demnach sank der Umsatz infolge geringerer Solarstromproduktion und Wechselkursverlusten um 7,5 Prozent auf 7,2 Millionen Schweizer Franken (CHF). Unter dem Stroch musste Edisun einen Nettoverlust von knapp drei Mio. CHF verbuchen.

Quelle: Edisun | www.solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

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