Windenergie-Branche erwartet starkes Jahr 2026
Foto: kflgalore / stock.adobe.com Die deutsche Windenergie-Branche hat im vergangenen Jahr neue Bestmarken für Genehmigungen und Zuschläge in den Ausschreibungen für neue Windenergieanlagen erzielt. Das hat der Bundesverband Windenergie (BWE) mitgeteilt. „Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Windenergie ist das starke Rückgrat im deutschen Strommix. Damit trägt Windenergie, gemeinsam mit den anderen Erneuerbaren, wesentlich zur Versorgungssicherheit und Resilienz der Energieversorgung bei“, sagt BWE-Präsidentin Bärbel Heidebroek.
Zubau, Genehmigungen und Zuschlagsvolumen entwickelten sich laut BWE im Jahr 2025 sehr dynamisch und liegen auf hohem Niveau. Auch der Süden zieht nach: In Bayern stand nach den ersten drei Quartalen des Jahres ein neu genehmigtes Volumen von fast 1.000 Megawatt in der Bilanz. Die bislang ausgewerteten Ausschreibungsrunden waren alle überzeichnet. Am Ende dieses Jahres wird allen Prognosen zufolge ein bezuschlagtes Volumen von rund 14.000 Megawatt stehen.
Reform des EEG in 2026 für Windenergie entscheidend
„Mit der 2026 anstehenden Reform des EEG muss die Bundesregierung dafür Sorge tragen, dass sich der Ausbau der deutschen Windenergie weiter mit hoher Dynamik entwickeln kann. Dafür brauchen wir klare und realistische Strommengen- und stabile Zubauziele sowie eine Absicherungssystematik, die es allen Akteuren der Branche auch weiterhin ermöglicht, ihre Projekte zu wirtschaftlichen Konditionen zu planen und zu verwirklichen“, sagt Heidebroek.
Entscheidend dafür sei, dass der Bund den Ausbau der Stromnetze mit hoher Priorität und rasch vorantreibt, damit der erwartbar hohe Zubau der kommenden Jahre auch tatsächlich an das Netz gehen kann. „Der Ausbau der Erneuerbaren darf jetzt nicht ausgebremst werden, bis die Netze aufgeschlossen haben. Die Netze müssen dabei nicht nur ausgebaut, sondern auch umfassend digitalisiert werden“, so die BWE-Präsidentin. „Mit mehr Transparenz im Netz lassen sich Lasten und Anschluss deutlich besser steuern. Hier ist noch viel ungenutztes Potenzial zur Beschleunigung. Auch beim Thema Strommarktdesign wartet die Branche weiter darauf, dass Bewegung in den Prozess kommt.“
Insgesamt blickt die Windenergie-Branche auch mit Zuversicht auf das neue Jahr 2026. „Selbst die ambitionierten Zubauziele aus dem EEG rücken ab Ende 2026 in greifbare Nähe“, sagt Heidebroek.
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