Vattenfall: Genehmigung für Offshore-Windpark Nordlicht II liegt vor

Portrait von Catrin Jung, die das Windenergiegeschäft bei Vattenfall in Deutschland leitet.Foto: Vattenfall
Catrin Jung leitet das Windenergiegeschäft bei Vattenfall in Deutschland.
Vattenfall hat die Genehmigung für das Offshore-Windprojekt Nordlicht II vom Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrografie (BSH) erhalten. Damit ist auch die finale Investitionsentscheidung für das 1,6 GW starke Vorhaben gefallen, das ab 2028 Strom in der Nordsee produzieren will.

Das BSH hat den Offshore-Windpark Nordlicht II final genehmigt. Darüber berichtet die Vattenfall-Gruppe. Mit dieser Bestätigung habe Vattenfall die vollständige Final Investment Decision (FID) für das Offshore-Windcluster Nordlicht getroffen, das aus Nordlicht I und Nordlicht II besteht. Mit einer Nettoleistung von 1,6 Gigawatt (GW) wäre der Park Stand heute laut Vattenfall einer der größten der Welt.

Der Bau von Nordlicht I, Deutschlands größtem Offshore-Windprojekt, soll noch in diesem Jahr starten. Die Installation der Monopiles ist für das dritte Quartal dieses Jahres vorgesehen, Nordlicht II folge voraussichtlich rund ein Jahr später. Beide Windparks sollen 2028 in Betrieb gehen. Vattenfall hatte im Oktober 2025 vom BSH die Planfeststellung für Nordlicht II erhalten – die rechtliche Grundlage für den Bau.

„Die Erteilung der endgültigen Genehmigung und das Erreichen der vollständigen Investitionsentscheidung markieren einen wichtigen Meilenstein für Nordlicht“, sagt Catrin Jung, Senior Vice President und Head of Business Area Wind. „Bei diesem Projekt geht es um mehr als den Ausbau von Offshore-Windkapazitäten. Es stärkt die Wettbewerbsfähigkeit Europas und reduziert die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen. Gemeinsam mit unseren Partnern sind wir entschlossen, ein Projekt umzusetzen, das Haushalte und Industrie über Jahrzehnte hinweg mit fossilfreier Energie versorgen wird.“

Vattenfall werde beide Windparks teilweise mit Turbinentürmen aus emissionsarmem Stahl ausstatten. Das soll den Kohlenstoff-Fußabdruck um 16 Prozent verringern. Vattenfall habe in diesem Zusammenhang mit Vestas einen Vertrag über die Lieferung und Installation von 112 Windturbinen des Typs V236-15,0 Megawatt für die Offshore-Windparks Nordlicht 1 und 2 geschlossen. Die CO₂-Reduktion basiere auf einer Umweltproduktdeklaration des Stahls, der bei Herstellung 0,9 Tonnen CO₂ pro Tonne Stahl freisetzt. Im Vergleich habe der für die Turmherstellung von Vestas verwendete Standardstahl eine Intensität von 2,6 t CO₂ pro Tonne Stahl.

Quelle: Vattenfall | www.solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

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