Lichtblick führt granulare Herkunftsnachweise für Ökostrom ein

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Lichtblick will Geschäftskunden künftig die Herkunft des Ökostroms klar nachweisen.
Lichtblick und Granulat Energy bieten Geschäftskunden künftig an, den Bezug von Ökostrom stündlich präzise bestimmten Anlagen zuzuordnen. Mit diesen granularen Herkunftsnachweisen bieten die Partner Unternehmen an, Technologie, Regionalität oder Anlagenalter beim Ökostrombezug festzulegen.

LichtBlick bietet Geschäftskunden künftig an, eine vollständige und stündlich präzise Transparenz über die Herkunft und Qualität des verbrauchten Ökostroms über Herkunftsnachweise nachzuweisen. Wie das Unternehmen mitteilte, ist das Angebot gemeinsam mit Technologiepartner Granular Energy entwickelt worden. Damit werde erstmals eine direkte, stündliche Verknüpfung zwischen der Stromerzeugung aus klar definierten erneuerbaren Anlagen und dem tatsächlichen Stromverbrauch eines Unternehmens ermöglicht – abgesichert durch sogenannte granulare Herkunftsnachweise. Bislang habe es in diesem Zusammenhang nur Pilotprojekten gegeben.

Mit dem Angebot reagiert LichtBlick auf die steigenden Anforderungen an Herkunftsnachweise (HKN) und die erwarteten Weiterentwicklungen der Kriterien für Strom bei der Klimabilanzierung im Greenhouse Gas Protocol Scope 2. Unternehmen erhalten die Möglichkeit, ihren Strombezug nach klaren Qualitätsmerkmalen zu gestalten.

„Transparenz ist ein zentraler Hebel für einen wirksamen Ausbau erneuerbarer Energien. Mit Granular Energy bringen wir ein Angebot in den Markt, das Geschäftskund*innen genau die Datentiefe liefert, die sie künftig für ihre Nachhaltigkeitsziele und ihre Klimabilanzierung benötigen“, sagt Alexander Ilchmann, Head of Inside Sales B2B bei LichtBlick.

„Wir sind begeistert, mit LichtBlick als einem der ersten Energieversorger in Deutschland stündliche Transparenz im Markt zu skalieren. Gemeinsam gehen wir einen wichtigen Schritt hin zu einer tiefgreifenden Dekarbonisierung und einer wirksameren Energiewende“, sagt Toby Ferenczi, CEO von Granular Energy.

Ökostrom braucht Herkunftsnachweise

Damit eine Stromlieferung in Deutschland als Ökostrom gilt, muss sie seit 2013 einen grünen Herkunftsnachweis (HKN) tragen. Dieser bescheinigt jeder Megawattstunde Ökostrom Ort und Zeit der Produktion. Der Herkunftsnachweis wird einmal ausgestellt, einmal übertragen und anschließend im Herkunftsnachweisregister des Umweltbundesamtes entwertet.

Klassische HKN erfüllten ferner ihren Zweck als Mengenmatching-Instrument zuverlässig. Mit dem wachsenden Anteil erneuerbarer Energien steige jedoch der Bedarf an einer präziseren zeitlichen und qualitativen Zuordnung von Erzeugung und Verbrauch. Qualitätsmerkmale wie Technologie, Standort oder Alter der Anlage spielten bislang nur eine untergeordnete Rolle. Denn viele der heutigen Tarife basierten auf großen Portfolios, deren Herkunft für einzelne Kund*innen nicht transparent ist.

Unternehmen knüpften ihren Ökostrombezug aber zunehmend an klare Qualitätskriterien wie Technologie, Regionalität oder Anlagenalter. LichtBlick bietet eine Beschaffung entlang dieser Kriterien an – zukünftig dokumentiert über die Granular-Plattform.

Im aktuellen HKN-System erfolge die Zuordnung von Erzeugung und Verbrauch typischerweise auf Jahresbasis. Mit dem erweiterten Angebot ermögliche LichtBlick erstmals auch einen stündlichen Abgleich. Geschäftskund*innen erhalten einen stündlichen, anlagenscharfen Nachweis über die Herkunft ihres verbrauchten Stroms.

Damit antizipiere LichtBlick mögliche neuen Regeln zur Klimabilanzierung. Diese sehen vor, dass Ökostrom unter bestimmten Voraussetzungen nur noch dann als klimaneutral bilanziert werden darf, wenn Erzeugung und Verbrauch in derselben Region und derselben Stunde stattfinden.

Der Ansatz des 24/7-Ökostroms setzt zusätzliche Anreize für Speicher, flexible Lasten und eine bessere Integration erneuerbarer Energien ins Stromsystem. HKN, die in Zeiten knapper erneuerbarer Erzeugung entstehen, dürften dadurch künftig eine höhere Wertigkeit erhalten als solche aus Zeiten hoher Einspeisung.

Quelle: Lichtblick | www.solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

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