Gigawattpakt: Regenerativ-Leistung im Rheinischen Revier seit 2020 verdoppelt
Foto: RWE / Klaus GörgenKnapp vier Jahre nach dem Start des Gigawattpakts sind nach Angaben des nordrhein-westfälischen Wirtschaftministeriums bereits 4,4 Gigawatt installierte Leistung an Erneuerbare-Energie-Anlagen in Betrieb. Damit habe sich die installierte Leistung seit Ende 2020 nahezu verdoppelt – und ein Großteil der für 2028 geplanten Zielmarke von fünf Gigawatt sei bereits erreicht.
Der Pakt zwischen Land, Kommunen, Unternehmen und Projektträgern ist als Bündnis für die Energiewende im Rheinischen Revier geschlossen worden. Inzwischen arbeiten rund 60 Kommunen, Unternehmen und Projektträger gemeinsam daran, die Energiewende in der Region im Rahmen des Gigawattpakts voranzubringen.
Batterien und Erneuerbare
Bei der Gigawattpakt-Jahresversammlung in Jülich diskutierte Wirtschafts- und Klimaschutzministerin Mona Neubaur (Grüne) mit Vertreterinnen und Vertretern aus Energiewirtschaft, Netzbetrieb und Erneuerbaren-Branche. Thema: Welchen Beitrag können Batteriespeicher zum Ausbau der Erneuerbaren Energien, zur Netzstabilität und Versorgungssicherheit leisten können.
Neubaur sagte: „Dass wir der 5-Gigawatt-Marke deutlich früher näherkommen als erwartet, ist ein starkes Signal für Klimaschutz, wirtschaftliche Erneuerung und Versorgungssicherheit. Klar ist aber auch: Ein modernes Energiesystem braucht mehr Flexibilität. Deshalb setzen wir nicht nur auf einen beschleunigten Netzausbau, sondern auch auf den zügigen und effizienten Ausbau von Speichertechnologien.”
Der Ausbau der Erneuerbaren und ihre Integration in leistungsfähige Netze schaffen für Neubaur “die infrastrukturelle Grundlage dafür, dass unsere Wirtschaft wieder an Stärke gewinnt.“
NRW und Bund unterstützen Kommunen
Der Gigawattpakt ist ein Vorhaben im Rahmen des Strukturwandels im Rheinischen Revier. Bund und Land unterstützen die Transformation der Region im Zuge des Kohleausstiegs mit bis zu 14,8 Milliarden Euro. Das Land flankiert die Förderung aus Bundesmitteln mit eigenen Haushaltsmitteln. Bislang sind 521 Projekte mit einem Fördervolumen von rund 2,8 Milliarden Euro bewilligt worden.
Die Ausbauleistung im Rheinischen Revier ist somit auch Ergebnis gezielter Unterstützungsmaßnahmen von Land und Bund. Seit 2025 begleitet eine Kommunale Kompetenz- und Beratungsstelle Städte und Gemeinden in der Braunkohleregion bei Planung, Genehmigung und Umsetzung von Erneuerbaren-Projekten. Zudem haben Bund und Land im Rahmen des Gigawattpakts bereits mehr als 200 Photovoltaikanlagen auf kommunalen Dächern einschließlich Speichern mit über 13,5 Millionen Euro Förderung ermöglicht.
Der Gigawattpakt im Rheinischen Revier
Den Gigawattpakt hat die schwarz-grüne Landesregierung im März 2022 mit mehr als 50 Gemeinden, Landkreisen, energiewirtschaftlichen Unternehmen und Projektträgern geschlossen. Ziel ist es, die erneuerbare Erzeugungskapazität im Rheinischen Revier bis 2028 auf fünf Gigawatt zu steigern – mehr als eine Verdopplung gegenüber 2020.
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