Photovoltaik-Ausbau: Bis 2040 mehr als dreifache Leistung nötig

Halbes Tortendiagramm zeigt, das 2/3 des gesetzlichen PV-Ausbaus bis 2040 geschafft ist.Grafik: Fachagentur Wind und Solar
Der Löwenanteil des bis 2040 gesetzlich festgeschrtiebenen PV-Ausbaus ist noch zu schaffen.
Solaranlagen an und auf Gebäuden dominieren bislang die installierte Gesamtleistung, beim Zubau lagen Freiflächenanlagen im Jahr 2025 jedoch nahezu gleichauf. Die Fachagentur Wind und Solar bietet jetzt neue Analysen und für jedermann nutzbare Grafiken zum PV-Ausbau an.

Wie hat sich die installierte Solarleistung in den vergangenen Jahren insgesamt sowie unterschieden nach Freiflächen- und Gebäudeanlagen entwickelt? Wie viel Ausbau ist noch nötig, um die im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) definierten Ziele zu erreichen? Antworten auf diese und viele weitere Fragen liefern neue interaktive Grafiken, die die Fachagentur Wind und Solar jetzt veröffentlicht hat.

Seit Jahren hat sich die Fachagentur Wind und Solar (früher Fachagentur Windenergie an Land) einen hervorragenden Namen für Statistiken und Präsentationen im Bereich der Windenergie gemacht. Seit der Ausweitung ihres Zuständigkeitsbereiches auf den Solarbereich verbessert sie nun auch schrittweise ihre Informationsangebote zur Photovoltaik. Die aktuelle Auswertung der FA Wind und Solar macht deutlich, dass der Ausbau der Photovoltaik (PV) in den vergangenen Jahren an Dynamik gewonnen hat. Betrachtet werden Dachanlagen, Balkonanlagen und Freiflächenanlagen, basierend auf Daten des Marktstammdatenregisters der Bundesnetzagentur.

Noch viel Luft nach oben im EEG-Ausbaupfad

Insgesamt sind in Deutschland 117 Gigawatt (GW) Photovoltaik-Leistung installiert. Die im EEG festgelegten Ausbaupfade erfordern, dass in den kommenden Jahren weiterhin hohe Zubauraten erreicht werden. Für das Jahr 2028 sieht das EEG eine installierte Solarleistung von 172 GW vor. Derzeit sind davon rund zwei Drittel realisiert. Um das Ziel zu erreichen, müssten bis 2028 Solaranlagen mit einer zusätzlichen Gesamtleistung von 55 GW errichtet werden.

Freiflächen und Dächer: 2025 nahezu gleich viel neue Solarleistung

Mit einem Anteil von rund 34 Prozent an der insgesamt installierten Solarleistung liegen Freiflächenanlagen derzeit unter der im Erneuerbare-Energien-Gesetz vorgesehenen Höchstgrenze von 50 Prozent. Der überwiegende Teil der aktuell installierten Solarleistung entfällt somit weiterhin auf Solaranlagen auf und an Gebäuden (einschließlich Stecker-Solaranlagen).

Auf Ebene der Bundesländer zeigen sich allerdings deutliche Unterschiede. Besonders hohe Anteile von Freiflächenanlagen – also über 50 Prozent – finden sich unter anderem in Brandenburg und Sachsen-Anhalt.

Anteil der Freiflächenanlagen nimmt zu

Gleichzeitig hat in den vergangenen Jahren der Anteil von Freiflächenanlagen zugenommen. Im Jahr 2025 kamen Freiflächenanlagen mit einer Gesamtleistung von 8,2 GW neu ans Netz, was nahezu dem Niveau der neu installierten Anlagen auf und an Gebäuden entspricht.

Säulendiagramm, das den den Ausbau von PV-Freiflächenanlagen in den einzelnen Bundesländern im Jahr 2025 zeigt.
Weiterhin dominierte Bayern 2025 beim Ausbau von Photovoltaik-Freiflächenanlagen. (Grafik: Fachagentur Wind und Solar)

Die Entwicklung der Freiflächenanlagen wird von der Fachagentur Wind und Solar gesondert ausgewertet. Sie bietet online eine Monitoring-Seite an, auf der diese Entwicklung mithilfe von Daten und Grafiken dargestellt wird.
Hier findet sich das Monitoring des Gesamtbestandes an Photovoltaik-Anlagen und hier das Monitoring der Inbetriebnahmen von Photovoltaik-Freiflächenanlagen

Freie Datennutzung zum Photovoltaik-Ausbau

In ihrer eigenen guten Tradition stellt die FA Wind und Solar alle Grafiken sowie die zugrunde liegenden Datensätze öffentlich zur Verfügung. Sie dürfen und sollen ausdrücklich weiterverwendet werden.

Die Fachagentur Wind und Solar ist eine Wissensplattform, die Informationen über die Nutzung von Wind- und Solarenergie in Deutschland veröffentlicht. Sie publiziert unter anderem fundierte Analysen, Fachinformationen und praxisnahe Handlungshilfen. Die Mitglieder des gemeinnützigen Vereins sind Bund, Länder, die kommunalen Spitzenverbände, Wirtschafts- und Naturschutzverbände sowie Unternehmen. Die Fachagentur arbeitet fakten-, rechtssprechungs- und wissenschaftsbasiert.

Quelle: FA WInd und Solar | www.solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

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