RWE: Umspannwerke für Nordseecluster A fertiggestellt
Foto: Chantiers de l’AtlantiqueIm französischen Saint-Nazaire hat die Werft Chantiers de l’Atlantique zwei Umspannwerke für den Offshore-Windpark Nordseecluster A fertiggestellt. An dem Vorhaben in der deutschen Nordsee sind Energieversorger RWE (51 %) und Norges Bank Investment Management (49 %) beteiligt. Wie RWE mitteilte, werde das Offshore-Windprojekt derzeit vor der deutschen Küste errichtet. Die Umspannwerke sollen dafür das operative Herzstück bilden.
Jedes Umspannwerk sei etwa 40 Meter lang und 22 Meter hoch. Die erste Plattform wiege rund 1.800 Tonnen, die zweite etwa 2.500 Tonnen. Beide Umspannwerke sollen bis Ende des Monats von Saint-Nazaire aus mit einer Barge zur Baustelle auf See, etwa 50 Kilometer nördlich der deutschen Insel Juist, transportiert werden. Der Transport dauere rund acht Tage. Die Fundamente für beide Umspannwerke seien bereits installiert.
Die parkinternen Umspannwerke sammeln den von den Windenergieanlagen erzeugten Strom und erhöhen die Spannung, um den Strom an die Konverterstation des Netzbetreibers weiterleiten zu können. Von dort aus wird der Strom an Land transportiert. Die Umspannwerke des Nordseeclusters sind außerdem dafür ausgerüstet, Betriebsdaten des Windprojekts zu sammeln und eine Fernüberwachung und -steuerung von Land aus zu ermöglichen.
„Es ist beeindruckend, diese beiden großen Umspannwerke aus der Nähe zu sehen – bereit für die Installation in der deutschen Nordsee. Mit diesem 1,6-Gigawatt-Cluster erweitert RWE ihr Offshore-Windportfolio erheblich”, sagte Tobias Keitel, CTO RWE Offshore Wind.
„Die gleichzeitige Lieferung von zwei Offshore-Umspannwerken ist eine große Leistung für unsere Teams”, sagte Frédéric Grizaud, Senior Vice President des Geschäftsbereichs Marine Renewable Energies bei Chantiers de l’Atlantique. “Dieses Projekt demonstriert die internationale Wettbewerbsfähigkeit der französischen Offshore-Windindustrie.“
Bau von Nordseecluster A läuft nach Plan
Die Arbeiten auf See für das Nordseecluster A schritten derweil voran, so RWE weiter. Die Installation der Fundamente sei seit Ende 2025 abgeschlossen. Derzeit erfolge die Verlegung der parkinternen Kabel. Im Sommer 2026 sei Startschuß für die Installation der 44 Windkraftanlagen. Nach vollständiger Inbetriebnahme Anfang 2027 werde das Nordseecluster A ferner über eine Gesamtleistung von 660 Megawatt (MW) verfügen.
Die zweite Ausbaustufe, Nordseecluster B, soll ab Anfang 2029 mit ihren 60 Windturbinen zusätzliche 900 MW beisteuern. Die Herstellung der Fundamente für das Nordseecluster B sei bereits eingeleitet. RWE verantworte ferner den Bau und den Betrieb während des gesamten Lebenszyklus der Offshore-Windparks.
RWE setze neben dem Nordseecluster drei große Offshore-Windprojekte um: Sofia in Großbritannien (1,4 GW), Thor gemeinsam mit Norges Bank Investment Management in Dänemark (1,1 GW) und OranjeWind gemeinsam mit TotalEnergies in den Niederlanden (795 MW).
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