Max Bögl baut Bezug von Saarstahl für Windtürme aus
Foto: Max Bögl Wind AGDie Max Bögl Wind AG erweitert ihre Kooperation mit der DWK Drahtwerk Köln GmbH (DWK), einem Unternehmen der Saarstahl Aktiengesellschaft. Wie Max Bögl mitteilte, geht es um die langfristige Lieferung von Spannstahldraht für den Bau moderner Hybridtürme für Windenergieanlagen. Spannstahldraht setze die einzelnen Betonteile jedes Turms unter Zugspannung und mache Windenergieanlagen so stabil und belastbar. Bereits seit 2015 arbeiten Max Bögl und die DWK zusammen. Mit der neuen Vereinbarung erhöhen sie die Liefer- und Abnahmemengen nun deutlich.
„Windenergie ist ein Zukunftsmarkt. Die Nachfrage wächst, unser Auftragsvolumen steigt rasant über die letzten Jahre. Wir wollen aber nicht nur mehr Türme bauen, sondern unserem Anspruch als Technologieführer weiterhin gerecht werden. Das bedeutet für uns die Sicherstellung, dass unsere Türme langlebig, ökologisch und wirtschaftlich sind. Deshalb setzen wir auf verlässliche Partner und hochwertige Materialien“, betont Stefan Braun, kaufmännischer Leiter der Max Bögl Wind AG.
„Die neue Kooperation ist auf mehrere Jahre angelegt, unsere gemeinsamen Ansprüche sind klar definiert: Qualität, Liefersicherheit und technologische Weiterentwicklung. Für diese Leistungsversprechen steht die DWK» führt Joerg Disteldorf, Personalvorstand der Saarstahl Aktiengesellschaft und verantwortlicher Vorstand für DWK, aus.
Türme aus Beton und Stahl
Bei den Hybridtürmen von Max Bögl bestehe der obere Turmteil aus Stahl, der untere bis zu 120 Meter hohe Teil aus Beton. Die Festigkeit und die Qualität des Spannstahldrahts seien bestimmend, um die Stabilität des Betonturms zu gewährleisten. Das Unternehmen fertige bis zu 35 einzelne Ringe aus Umweltbeton und setze sie mit trockener Fuge übereinander. Um die notwendige Stabilität dafür zu erreichen, stelle Max Bögl Spannglieder her und spanne den Betonturm damit vor. Diese Vorspannung sei der effizienteste Weg, um die hohen Lasten der Anlagen über den Betonturm abzutragen.
„Auch wenn dieser Draht einen unscheinbaren Eindruck macht, er ist entscheidend. Die langjährige Zusammenarbeit mit DWK hat gezeigt, dass wir uns auf eine gleichbleibend hohe Materialqualität verlassen können“, so Braun.
Ein Hybridturm habe bis zu 24 Spannglieder. Um sie zu fertigen, würden rund 200 Kilometer Spannstahldraht verbaut. Max Bögl plant, in Zukunft noch höhere Türme zu bauen. Damit wachse in den kommenden Jahren der Bedarf an Spannstahldraht.
„Die langfristige Zusammenarbeit gibt uns die Planungssicherheit, weiter gezielt in neue Produktionsanlagen zu investieren“, so Saarstahl-Manager Disteldorf. „So stellen wir sicher, dass unsere Technik auf dem neuesten Stand bleibt.“
Quelle: Max Bögl | www.solarserver.de © Solarthemen Media GmbH