Ausschreibungen PV-Freiflächen Dezember 25 stark überzeichnet

Photovoltaik-Module, Solar Fabrik stattet zwei Solarparks aus.Foto: Martin Vonka / stock.adobe.com
Die Nachfrage für EEG gestützte Photovoltaik-Freiflächenanlagen ist hoch.
Die Ausschreibung für solare Freiflächen und PV-Anlagen auf baulichen Konstrukten war zum 1. Dezember 2025 doppelt überzeichnet. Gleichwohl erhöhte die Bundesnetzagentur die Durchschnittsvergütung gegenüber der Vorrunde auf fünf Cent je Kilowattstunde.

Bei der jüngsten Ausschreibung für PV-Freiflächen und Solaranlagen auf baulichen Anlagen, die weder Gebäude noch Lärmschutzwände sind, verzeichnete die Bundesnetzagentur eine sehr starke Nachfrage. Wie die Behörde mitteilte, betrifft das den Gebotstermins zum 1. Dezember 2025.

Demnach gingen bei der Ausschreibung doppelt so viele Gebote ein als dem Angebot entsprach. So betrug die ausgeschriebene Menge in dieser Runde 2.328 Megawatt (MW). Von den 634 eingereichten Geboten mit einem Volumen von 5.247 MW erhielten 262 Gebote mit einem Umfang von 2.341 MW einen Zuschlag. Die BNetzA schloss ferner 61 Gebote vom Verfahren aus.

Durchschnittsvergütung von fünf Cent je Kilowattstunde

Die im Gebotspreisverfahren ermittelten Zuschlagswerte schwankten zwischen 4,40 ct/kWh und 5,30 ct/kWh. Der durchschnittliche mengengewichtete Zuschlagswert stieg im Vergleich zur letzten, weniger stark überzeichneten Auschreibung von 4,84 auf 5,00 ct/kWh.

Das mit weitem Abstand größte Zuschlagsvolumen entfiel den Angaben zufolge auf Gebote für Standorte in Bayern (901 MW, 112 Zuschläge), gefolgt von Standorten in Sachsen-Anhalt (282 MW, 24 Zuschläge) und Brandenburg (216 MW, 16 Zuschläge).

Die meisten Zuschläge gingen an Projekte, die auf Randstreifen an Autobahnen oder Schienenwegen geplant sind. Dies waren 125 Zuschläge mit insgesamt 1.150 MW. Das zweithöchste Zuschlagsvolumen mit 874 MW entfällt auf 88 Projekte auf Acker- oder Grünlandflächen in benachteiligten, also für die Landwirtschaft nur eingeschränkt nutzbaren Gebieten. Diese eignen sich daher besonders für die Errichtung von Photovoltaikanlagen. Darauf folgen 30 Zuschläge für sogenannte besondere Solaranlagen, die mit 204 MW fast neun Prozent des eingereichten Gebotsvolumens ausmachen. Bei diesen Projekten handelt es sich um Agri-PV-Anlagen, die dieselbe Fläche für Landwirtschaft und Stromerzeugung nutzen.

Nach zwei Ausschreibungen mit einer rückläufigen Anzahl an Geboten wurden in dieser Runde mehr als doppelt so viele Gebote wie in der Vorrunde eingereicht. Die hohe Beteiligung zeigt, dass die Rahmenbedingungen in den Ausschreibungen attraktiv sind“, sagt Klaus Müller, Präsident der Bundesnetzagentur.

Die nächste Ausschreibungsrunde für Solaranlagen des ersten Segments findet am 1. März 2026 statt.

Quelle: Bundesnetzagentur | solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

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