Solarpreisindex: Preisrückgang bei Photovoltaik-Anlagen im Osten besonders groß
Grafik: Immoscout24 / Selfmade EnergyDie Kosten für eine Photovoltaik-Anlage sind spürbar gesunken. Besonders Komplettsysteme mit Batteriespeicher sind deutlich günstiger als noch vor einem Jahr. Das zeigt der aktuelle Solarpreisindex (SPINX) von Immoscout24 und Selfmade Energy. „Die aktuelle Preisentwicklung zeigt, dass ein hohes Angebot und intensiver Wettbewerb unter Installationsbetrieben dazu führen, dass Eigentümer ihr Haus erheblich günstiger mit Photovoltaik ausstatten können“, sagt Immoscout24-Geschäftsführer Daniel Hendel. „Die Investition in die eigene Stromerzeugung wird damit für viele Haushalte wirtschaftlich attraktiver.“
Im vierten Quartal 2025 entwickelten sich die Preise von Photovoltaik-Anlagen ohne Batteriespeicher im Quartalsvergleich weitgehend stabil (+0,3 Prozent), liegen im Jahresvergleich jedoch 9,0 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Die Installation einer Anlage kostet im Schnitt 11.050 Euro. Bei Komplettsystemen mit Speicher ist der Preisrückgang ausgeprägter: Hier sanken die Preise gegenüber dem Vorquartal um 1,9 Prozent und liegen 17,5 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Die Kombination aus Solaranlage und Speicher kostet im Schnitt 14.231 Euro.
Photovoltaik ohne Batteriespeicher: Osten profitiert besonders von sinkenden Kosten
Vor allem im Osten Deutschlands ist die Installation von Photovoltaikanlagen deutlich günstiger geworden. In Mecklenburg-Vorpommern liegen die Preise für Photovoltaik-Anlage ohne Speicher 23,0 Prozent unter dem Vorjahresniveau, in Brandenburg bei 19,2 Prozent und in Berlin bei 15,5 Prozent. Gegen den Trend haben sich die Preise im Saarland entwickelt. Dort waren PV-Anlagen ohne Speicher 2025 um 12,2 Prozent teurer als im Vorjahr.
Bei Photovoltaik-Anlagen mit Batteriespeicher war der Preisrückgang noch deutlicher. In Mecklenburg-Vorpommern kosten Komplettanlagen mit Batteriespeicher ein Drittel weniger als noch vor einem Jahr (–36,8 Prozent). Auch in Thüringen (–27,3 Prozent) und Baden-Württemberg (–25,5 Prozent) zeigt sich eine ausgeprägte Preisreduktion. Bei Komplettsystemen fällt der Rückgang im Saarland mit –1,5 Prozent deutlich schwächer aus als im Bundesdurchschnitt.
Methodik für den Solarpreisindex
Der SPINX indexiert auf Grundlage von Angebotsdaten regionaler und überregionaler Solarunternehmen die Preisentwicklung für die Installation von Photovoltaik-Anlagen ohne und mit Batteriespeicher (Q4 2023 = 100). In die Auswertung fließen rund 250.000 Angebotsdaten ein. Grundlage der Preisangaben ist der Median der angebotenen Installationspreise. Für die Quartalswerte wird jeweils der Preisstand des ersten Monats des Folgequartals herangezogen. Berücksichtigt werden Anlagen mit 12 bis 25 Modulen, was dem typischen Leistungsbereich für Einfamilienhäuser entspricht.
Quelle: Immoscout24 | solarserver.de © Solarthemen Media GmbH