Whitepaper: Co-Location mit Batteriespeicher sichert Rentabilität von Solarparks

Photovoltaik-Module und Batteriespeicher, Co-Location von Batteriespeichern sichert Rentabilität des Solarparks.Foto: 8Energies GmbH
Durch Modelle wie das „Cable Pooling“ lassen sich die Infrastrukturkosten teilen, was laut Whitepaper die Eigenkapitalrendite von Photovoltaik-Neuanlagen um etwa 29 % steigern kann.
„Graue“ Batteriespeicher an geteilten Netzanschlusspunkten von bestehenden oder auch neuen Photovoltaik-Kraftwerken können die Rentabilität von PV-Portfolios sichern. Zu diesem Schluss kommt ein Whitepaper von 8Energies, Enspired und Goldbeck Solar.

Die Projektentwickler 8Energies, Enspired und Goldbeck Solar haben gemeinsam ein Whitepaper zur Implementierung von „grauen“ Batteriespeichern (BESS) an bestehenden und neuen Photovoltaik-Standorten vorgestellt. Angesichts sinkender solarer Erlöse soll das Whitepaper einen skalierbaren Ansatz bieten, um die Rentabilität von Photovoltaik-Portfolios durch Co-Location an geteilten Netzanschlusspunkten nachhaltig zu sichern.

Während die solare Capture Rate von rund 80 % (2023) auf unter 58 % (2025) fiel, verdoppelte sich die Anzahl der Stunden mit negativen Strompreisen nahezu. Die Kooperationspartner begegnen dieser solaren Kannibalisierung durch die Überbauung bestehender Netzanschlüsse. Hierbei nutzen BESS und Photovoltaik-Anlage dieselbe Infrastruktur, man führt sie jedoch operativ getrennt.

Wirtschaftliche und technische Synergien durch Co-Location

Durch Modelle wie das „Cable Pooling“ lassen sich die Infrastrukturkosten (CAPEX) teilen, was laut Whitepaper die Eigenkapitalrendite (IRR) von PV-Neuanlagen um etwa 29 % steigern kann. Bei Bestandsanlagen sind durch NVP-Nutzungsgebühren oder Ausgliederungen IRR-Zuwächse von bis zu 24 % realisierbar.

Der Fokus der Zusammenarbeit zwischen Solarpark und Co-Location-Speicher und liegt auf der „Joint Optimization“. Mittels KI-basierter Algorithmen wird die Photovoltaik-Einspeisung nur dann reduziert, wenn die Markterlöse des Speichers (etwa aus der Regelenergie) die Opportunitätskosten der PV-Abregelung übersteigen. Analysen zeigen, dass die Erlöseinbußen des Speichers durch die geteilte Netznutzung bei intelligenter Steuerung lediglich bei etwa 4% liegen. Goldbeck Solar kann hierfür die technische Integration bereitstellen. Ein „Single-Primary“-Regelungskonzept koordiniert die Asset-Steuerung am Netzanschluss unter Einhaltung aller regulatorischen Vorgaben wie § 118 EnWG.

Dieses Modell transformiert den Netzanschluss von einem statischen Kostenfaktor in einen dynamischen Renditehebel und soll helfen, den Speicherausbau in Europa zu beschleunigen.

Das Whitepaper zur Co-Location von einem Batteriespeicher mit einem Photovoltaik-Solarpark ist unter diesem Link zu finden.

Quelle: 8Energies GmbH | solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

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