PVT: Adolf-Goetzberger-Preis 2026 geht an Ulrich Leibfried

Menschen in Reihe mit dem Preisträger vom Adolf-Goetzberger-Preis 2026 Ulrich Leibfried in der Mitte.Foto: Matthias Merz
Prof. Dr. Andreas Bett, Dr. Winfried Hoffmann, Dr. Ulrich Leibfried, Prof. Dr.-Ing. Karsten Voss, Thomas Nordmann und Markus Elsässer bei der Preisverleihung (vlnr). Diese fand im Rahmen des PV-Symposiums im Kloster Banz in Bad Staffelstein statt.
Die Jury des Adolf-Goetzberger-Preises hat Ulrich Leibfried für die Entwicklung des Solink-PVT-Wärmepumpenkollektors ausgezeichnet. Der Wärmepumpenkollektor kombiniert effizient die thermische und elektrische Nutzung der Solarenergie in einem Bauteil.

Der mit 25.000 Euro dotierte Adolf-Goetzberger-Preis 2026 geht in diesem Jahr an Ulrich Leibfried, Geschäftsführer des Unternehmens Consolar. Die Jury zeichnet die Entwicklung des Solink-PVT-Wärmepumpenkollektors aus, eines integrierten Systems, das thermische und elektrische Solarenergienutzung effizient mit Umweltwärme und Wärmepumpen kombiniert. „Mit dem Solink-PVT-Wärmepumpenkollektor ist es gelungen, die thermische und elektrische Nutzung der Solarenergie in einem Bauteil effizient mit Umweltwärme und Wärmepumpentechnologie zu einem stimmigen Gesamtsystem zu verbinden“, sagt Winfried Hoffmann, Vorsitzender der Jury. „Die Auszeichnung würdigt eine technische Lösung, die systemisch denkt und vorhandene Ressourcen optimal nutzt.“

Auch wenn es sich derzeit noch um ein spezialisiertes Marktsegment handelt, sieht die Jury darin ein zukunftsfähiges Konzept. Angesichts der Dringlichkeit der Transformation des Energieversorgungssystems und wachsender Nutzungskonflikte – etwa durch begrenzte Dachflächen für getrennte PV- und Solarthermieanlagen oder durch Platz- und Schallemissionsanforderungen bei Luft-Wärmepumpen in verdichteter Bebauung – könnten derartige integrierte Systeme künftig deutlich an Bedeutung gewinnen.

Adolf-Goetzberger-Preis 2026 für langjährige Entwicklungsarbeit und unternehmerischen Einsatz

Die Entwicklung des Solink-PVT-Wärmepumpenkollektors ist das Ergebnis langjähriger, kreativer und beharrlicher Arbeit. „Ulrich Leibfried steht für technisches Know-how, Ausdauer und den Anspruch, aus bestehenden Ressourcen das Maximum an Nutzen zu erschließen“, sagt Thomas Nordmann, Vorsitzender des Kuratoriums.

Mit der zweiten Verleihung des Adolf-Goetzberger-Preises würdigt die Stiftung erneut Persönlichkeiten, die mit systemischem Ansatz, technischer Kreativität und unternehmerischem Engagement zur Weiterentwicklung der Solar- und Wärmetechnologien beitragen. „Die Stiftung und der Barpreis werden finanziert durch freiwillige Spenden aus der Solarwirtschaft und von ehemaligen Weggefährten von Adolf Goetzberger“, so Nordmann. Der Preis und die Stiftung tragen den Namen von Adolf Goetzberger, einem Wegbereiter der Solarenergie und Gründer des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE.

Quelle: Solar Promotion | solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

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