Photovoltaik für die Chipherstellung von Globalfoundries

Die Photovoltaik-Anlage bei Globalfoundries in Dresden aus der Luft fotografiert.Foto: Stefan Altkrüger / Globalfoundries
Der Solarstrom der 13.542 Solarmodule wird zu 100 Prozent direkt am Standort genutzt.
Auf allen Dachflächen seines Dresdner Werks, die es statisch ermöglichten, hat der Halbleiterhersteller Globalfoundries Solarmodule installiert. Die 5,9 MW große Photovoltaik-Anlage speist in das werkseigene Mittelspannungsnetz ein.

Der Projektentwickler Kraftwerk Renewable Power Solutions (Kraftwerk RPS) hat im Chipwerk von Globalfoundries in Dresden eine Photovoltaik-Großanlage verwirklicht. Auf über 27.000 m² Dachfläche liefert die Photovoltaik-Dachanlage eine Leistung von 5,9 Megawatt. Eine besondere Herausforderung war der Netzanschluss an das werkseigene Mittelspannungsnetz. Der Standort von Globalfoundries in Dresden ist eine der größten und modernsten Halbleiter-Produktionsstätten in Europa. Auf allen Dachflächen des Dresdner Werks, die es statisch ermöglichten, hat man insgesamt 13.542 Solarmodule installiert. Die erzeugte Solarenergie von rund 5,4 Millionen Kilowattstunden pro Jahr wird zu 100 Prozent direkt am Standort genutzt. Die Inbetriebnahme der Anlage erfolgte in Kooperation mit dem Verteilnetzbetreiber Sachsennetze.

„Mit der neuen Photovoltaik-Anlage reduzieren wir nicht nur unsere CO₂-Emissionen, sondern setzen ein Zeichen für eine nachhaltigere Halbleiterindustrie“, sagt Manfred Horstmann, General Manager und Senior Vice President bei Globalfoundries Dresden. „Die Zusammenarbeit mit dem Team von Kraftwerk RPS war geprägt von technischer Expertise und einem tiefen Verständnis für industrielle Anforderungen.“

Integration in internes Mittelspannungsnetz der laufenden Halbleiterproduktion

Eine besondere Herausforderung des Photovoltaik-Projekts war die Integration der Anlage in das interne Mittelspannungsnetz eines laufenden Halbleiterproduktionsstandorts:

  • Die Ingenieurteams von Kraftwerk RPS konzipierten die Einspeisung an drei definierten Punkten und realisierten sie über speziell gefertigte Trafostationen in Containerbauweise. Für die Installation nutzten sie mehrere Vordächer und leiteten die statischen Lasten über eine in die Gebäudestruktur integrierte Stahlunterkonstruktion ab.
  • Für den Netzanschluss erweiterten sie das werkseigene Mittelspannungsnetz um rund einen Kilometer und führten die Leitungen konsequent durch vorhandene Kabelschächte und bestehende Verlegesysteme.
  • Zudem passten sie Schutz- und Messtechnik der bestehenden Elektroanlagen an die Anforderungen der VDE-AR-N 4110 an und integrierten sämtliche Komponenten der Photovoltaik-Anlage in die Leittechnik sowie die Brandmeldezentrale des Standorts.

„Wir haben Planung, Auslegung und Netzintegration so verantwortet, dass sich die Anlage nahtlos in die bestehende Infrastruktur einfügt und die Anforderungen einer hochsensiblen Produktion zuverlässig erfüllt“, sagt Karsten Schulte, Managing Director bei Kraftwerk RPS.

Quelle: Kraftwerk RPS | solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

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