Neu: KI-Check macht Plausibilitätsprüfung für Photovoltaik-Netzanschlussverfahren

Photovoltaik-Anlage und ein grüner Schukostecker, der KI-Check soll Netzanschlussverfahren schneller machen.Illustration: Bluedesign / stock.adobe.com
Wenn man Fehlerquellen frühzeitig zu identifiziert, reduziert das Anpassungen im Zertifizierungsprozess der Netzanschlussverfahren.
Das Online-Tool Gridcert von Carbonfreed kann jetzt mit einem KI-Check die Zertifizierungsunterlagen für das Netzanschlussverfahren großer Photovoltaik-Anlagen und Batteriespeicher in Echtzeit prüfen. Das soll die Verfahren beschleunigen.

Der Softwareanbieter Carbonfreed hat seine KI-Plattform Gridcert um eine automatisierte Echtzeit-Prüfung der Zertifizierungsunterlagen erweitert. Das Online-Tool Gridcert soll Netzanschlussverfahren großer Photovoltaik-Anlagen und Batteriespeicher einfacher und schneller machen. Mit dem neuen „KI-Check“ prüft die Software die für das Netzanschlussverfahren notwendigen Dokumente und Angaben der Projekte direkt auf Plausibilität. Eine Rückmeldung erhalten Carbonfreed-Kunden in der Regel innerhalb einer Minute.

Das Feature berücksichtigt unter anderem E.8- und E.9-Formulare, das Single-Line-Diagramm sowie Angaben zu Schutzgeräten und Wandlern. Ziel ist es, Fehlerquellen frühzeitig zu identifizieren, die Qualität der eingereichten Unterlagen zu erhöhen und damit Anpassungen im Zertifizierungsprozess zu reduzieren. „In der Vergangenheit haben wir unsere Kunden in Gridcert durch den Zertifizierungsprozess begleitet und die benötigten Informationen gesammelt. Jetzt haben wir die technologische Infrastruktur geschaffen, um auch eine automatisierte Echtzeit-Prüfungen der eingereichten Daten vorzunehmen. Das ist ein echter Gamechanger“, sagt Carbonfreed-Gründer Marko Ibsch.

Im vergangenen Jahr hat das Unternehmen über Gridcert mehr als 280 Anlagenzertifikate begleitet – ein Plus von 60 Prozent gegenüber 2024. Die Photovoltaik-Leistung, die 2025 über Carbonfreed ins deutsche Stromnetz integriert wurde, belief sich insgesamt auf 332 Megawatt. „Unser Ziel ist, in diesem Jahr die Zahl der Zertifikate weiter zu steigern – trotz der Widrigkeiten durch die vielen politischen Diskussionen, die es aktuell in der Solarbranche gibt“, so Ibsch.

Für Netzanschussverfahren auf der Mittelspannungebene hat der BDEW kürzlich einen Musterwortlaut veröffentlicht.

Quelle: Carbonfreed | solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

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