Windenergie im Wald: Statkraft zeigt Finanzierungspotenziale für Forstbetriebe

Das Foto zeigt aus der Luft von vorne sonnenbeschienene Windräder im Wald vor diesigem Alpenpanorama mit aufziehender Bewölkung darüber.Foto: ARochau / stock.adobe.com
Windenergieanlagen auf Waldflächen können zur Finanzierung von Wiederaufforstung und Waldumbau beitragen.
Windenergie im Wald kann Waldbesitzern langfristige Einnahmen sichern und den Waldumbau finanzieren. Statkraft stellt entsprechende Konzepte auf der FORST live vom 27. bis 29. März in Offenburg vor. Im Fokus stehen wirtschaftliche Perspektiven, ökologische Standards und die praktische Projektumsetzung.

Windenergie im Wald als Finanzierungsbaustein

Die Windenergie im Wald gewinnt für die Forstwirtschaft an Bedeutung. Waldbesitzer stehen unter Druck durch schwankende Holzerlöse und steigende Kosten für Wiederaufforstung und Waldumbau. Windparks auf Waldflächen können hier zusätzliche, planbare Einnahmen schaffen. Laut Statkraft sind vertraglich gesicherte Pachteinnahmen über Zeiträume von bis zu 30 Jahren möglich. Diese Einnahmen können helfen, Investitionen in klimaresistente Mischwälder zu finanzieren. Das Unternehmen präsentiert entsprechende Ansätze erstmals auf der Fachmesse FORST live in Offenburg. Ziel ist der Austausch mit Waldbesitzern und Forstbetrieben zu wirtschaftlichen und technischen Rahmenbedingungen.

Ökologische Anforderungen bei Windenergie im Wald

Die Umsetzung von Windenergieprojekten im Wald unterliegt strengen ökologischen Vorgaben. Dazu gehören umfassende Prüfungen im Genehmigungsverfahren, etwa zu Arten- und Naturschutz. Statkraft gibt an, Standorte bevorzugt in vorgeschädigten oder artenarmen Bereichen auszuwählen und für den Schutz von Vögeln sowie Fledermäusen Gutachten zu erstellen. Auch Eingriffe in den Wald sollen minimiert werden, indem sie bestehende Forstwege nutzen und bei Bedarf erweitern, anstatt neue Wege anzulegen. Für beanspruchte Flächen sieht das Unternehmen außerdem Kompensationsmaßnahmen vor wie Aufforstungen oder ökologische Aufwertungen bestehender Waldlebensräume. Schließlich sollen im Betrieb temporäre Abschaltungen zum Einsatz kommen.

Projektentwicklung und Beteiligung der Flächeneigentümer

Die Projektentwicklung umfasst mehrere Phasen, von der Flächenanalyse bis zum vertraglich garantierten Rückbau der Anlagen. Dabei werden unter anderem Windverhältnisse und Standortbedingungen geprüft. Statkraft übernimmt nach eigenen Angaben die Kosten und Risiken der Entwicklung. Dazu zählen Genehmigungsplanung sowie technische, ökologische und Artenschutzgutachten. Ein zentraler Punkt ist die Einbindung der Flächeneigentümer, die das Unternehmen über alle Projektphasen hinweg informieren will. Auch sind Maßnahmen zur Öffentlichkeitsarbeit vor Ort vorgesehen, um die Akzeptanz in der Bevölkerung zu erhöhen.

Messeauftritt auf der FORST live

Mit dem Thema Windenergie im Wald richtet sich Statkraft gezielt an die Forstbranche. Der Messeauftritt auf der FORST live soll den Dialog über wirtschaftliche Chancen und ökologische Anforderungen fördern. Das Unternehmen betreibt nach eigenen Angaben rund 60 Onshore-Windparks in Deutschland und ist seit 1999 im Markt aktiv. Auf der Messe stehen Fachleute für Gespräche zur Verfügung. Der Stand befindet sich in der Baden-Arena, Stand 003, vom 27. bis 29. März.

Quelle: Statkraft Germany GmbH | www.solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

Schließen