Monatsmarktwert Solar fällt im März auf 5,455 Cent pro Kilowattstunde

Ein Balkendiagramm zeigt die Entwicklung vom Monatsmarktwert Solar bis Februar 2026 im Vergleich zu anderen Monatsmarktwerten.Daten: Netztransparenz.de, Grafik: Solarserver
Im März sank der Monatsmarktwert für Solarstrom auf 5,455 Cent pro kWh. Das ist ein deutlicher Rückgang gegenüber Februar, während sich der Börsenstrompreis (Spot) leicht erhöhte. Die Marktwerte für Windenergie an Land und Offshore-Windstrom gaben ebenfalls nach.

Im März 2026 hat der Monatsmarktwert Solar im Vergleich zum Vormonat deutlich auf 5,455 Cent pro Kilowattstunde (kWh) nachgegeben. Das geht aus Berechnungen der Übertragungsnetzbetreiber hervor. Im Februar kostete Solarstrom im Mittel noch 7,717 Cent und im Januar 11,019 Cent/kWh. Hintergrund ist die jahreszeitlich bedingte, höhere Erzeugung von Photovoltaikstrom in Deutschland. Der Spotmarktpreis hat sich dagegen im März im Vergleich auf 9,929 (Februar: 9,658) Cent/kWh erhöht. Somit war Solarstrom deutlich günstiger als normaler Börsenstrom.

Der Monatsmarktwert für Windstrom an Land fiel im März auf 7,537 Cent/kWh. Im Februar hatte der Vergleichswert noch bei 8,723 Cent/kWh gelegen. Der Monatsmarktwert für Windstrom auf See gab im März 2026 ebenfalls nach und sank auf 7,911 Cent/kWh. Im Monat davor kostete Offshore-Windstrom noch 9,370 Cent/kWh.

Der Marktwert der Solarenergie ist für alle Betreiber relevant, die an der über das EEG geförderten Direktvermarktung teilnehmen. Der Monatsmarktwert Solar gibt dabei die durchschnittlichen Erlöse des Solarstroms an der Börse wieder, die mit der Direktvermarktung in dem jeweiligen Monat zu erzielen waren. Liegt dieser Marktwert unter der EEG-Vergütung, finanziert der Netzbetreiber die Differenz aus dem EEG-Umlagekonto. Die Werte für die aktuelle EEG-Einspeisevergütung für Photovoltaik-Anlagen finden Sie im Basiswissen des Solarservers unter diesem Link.

Auch im März gab es Phasen mit negativen Strompreisen. Diese dauerten zwischen 15 Minuten und 4 Stunden. Phasen mit mehr als vier Stunden gab es nicht. In Zeiten mit negativen Strompreisen von mehr als vier Stunden entfällt der Anspruch auf die Marktprämie für Solaranlagen mit Inbetriebnahme ab Februar 2016. Bei neuen Photovoltaik-Anlagen entfällt die Förderung in allen Phasen mit negativen Strompreisen. Ausgefallene Zeiten verlängern den Förderzeitraum von 20 Jahren.

Quelle: Übertragungsnetzbetreiber | solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

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