Nexiga veröffentlicht Dashboard für Wärmebedarf in Deutschland

Die Abbildung zeigt eine gelb-orange eingefärbte Deutschlandkarte.Abbildung: Nexiga GmbH
Nexigas neues Wärmebedarf-Dashboard liefert zentrale Kennzahlen für datenbasierte Entscheidungen im Wärmemarkt.
Die Nexiga GmbH stellt erstmals hochgranulare Wärmedaten öffentlich zur Verfügung. Das neue Dashboard ermöglicht Analysen des Wärmebedarfs auf Postleitzahl- und Gemeindeebene. Für Energieversorger und Kommunen eröffnet dies neue Möglichkeiten in der datenbasierten Wärmeplanung.

Dashboard für Wärmebedarf: Neue Datengrundlage für die Energiewirtschaft

Mit dem neuen Dashboard „Wärmebedarf in Deutschland“ erweitert Nexiga sein Angebot an frei zugänglichen Energiedaten. Die Plattform bietet eine flächendeckende Analyse des Heizwärme- und Warmwasserbedarfs und adressiert damit eine zentrale Herausforderung der Wärmewende: die Verfügbarkeit belastbarer Daten für Planung und Investitionsentscheidungen.

Die Daten sind auf Postleitzahl- und Gemeindeebene aggregiert und umfassen unter anderem den spezifischen Heizwärmebedarf (kWh/m²a), den Gesamtwärmebedarf je Region sowie Kennzahlen zu Gebäudebestand und Nutzflächen. Ergänzt werden diese durch Informationen zu Baualtersklassen, Energieträgern und Nutzungstypen.

Bedeutung für Photovoltaik und integrierte Energiesysteme

Auch für die Photovoltaik-Branche ist der Wärmemarkt im Kontext der Sektorkopplung relevant. Regionale Wärmebedarfsdaten – wie sie das Nexiga-Dashboard bereitstellt – ermöglichen eine präzisere Bewertung von Einsatzpotenzialen für PV-gestützte Wärmelösungen und Wärmepumpensysteme.

Vor dem Hintergrund der verpflichtenden kommunalen Wärmeplanung in Deutschland steigt der Bedarf an belastbaren, kleinräumigen Daten. Da der Wärmesektor rund die Hälfte des Endenergieverbrauchs ausmacht, sind entsprechende Analysen eine zentrale Grundlage für Planung und Investitionsentscheidungen.

Gebäudescharfe Modellierung als Basis

Die im Dashboard dargestellten Daten basieren auf einer gebäudescharfen Modellierung, werden jedoch für die öffentliche Nutzung aggregiert bereitgestellt. Für detailliertere Analysen bietet Nexiga kommerzielle Datensätze bis auf Gebäudeebene an.

Die Berechnung des Wärmebedarfs erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Brennstoffinstitut (DBI) auf Grundlage der Norm DIN EN ISO 52016-1. Diese Methodik stellt eine standardisierte energetische Bewertung von Gebäuden sicher und erhöht die Vergleichbarkeit der Ergebnisse.

Relevanz für Kommunen und Stadtwerke

Für Kommunen und Stadtwerke bietet das Dashboard eine niedrigschwellige Einstiegsmöglichkeit in die datenbasierte Wärmeplanung. Insbesondere bei der Identifikation von Dekarbonisierungspotenzialen und der Planung von Wärmenetzen sowie Infrastrukturprojekten kann die Datenbasis unterstützen.

Auch für Investoren und Projektentwickler im Bereich erneuerbarer Energien ergeben sich Anwendungsmöglichkeiten, etwa bei der Bewertung regionaler Märkte oder der Planung integrierter Energieinfrastrukturen.

Ausblick: Daten als Schlüssel der Wärmewende

Mit der Veröffentlichung des Dashboards reagiert Nexiga auf den steigenden Bedarf an Transparenz im Wärmemarkt. Offene, hochgranulare Daten könnten künftig eine zentrale Rolle bei der Umsetzung der Wärmewende spielen – insbesondere im Zusammenspiel mit digitalen Planungstools und KI-gestützten Analysen.

Das Dashboard steht unter „Wärmebedarf auf Postleitzahlebene“ zur Verfügung.

Quelle: Nexiga GmbH | www.solarserver.de © Solarthemen Media GmbH

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