EES Island Challenge: Wettbewerb zur Energieversorgung mit Photovoltaik auf dem Mond
Foto: Solar PromotionAnlässlich der Messe EES Europe findet zum zweiten Mal die EES Island Challenge statt. Die Challenge ist ein Wettbewerb mit dem Ziel, innovative Lösungen für eine klimafreundliche Energieversorgung auf Inseln zu entwickeln – im vergangenen Jahr ging es um Ideen und Antworten für die Karibikinsel Curaçao. Dieses Jahr ist die Insel der Mond, denn es geht um die Energieversorgung für Siedlungen auf dem Mond mit Photovoltaik
Die EES Island Challenge ist bereits Mitte März gestartet. Sie steht in direktem Zusammenhang mit der Artemis-Mission. Denn bereits 2028 sollen wieder Menschen auf dem Mond landen. Zwei Jahre später will die NASA eine Basis auf dem Mond errichten. Die Luna-Halle in Köln dient quasi als Mond auf Erden. Sie ist weltweit eine einzigartige Trainingseinrichtung für künftige Missionen und ein gemeinsames Projekt des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) und der European Space Agency (ESA). Direkt neben der Halle befindet sich das FLEXhab, eine Art Weltraum-Campingcontainer. Maximal vier Astronauten haben darin Platz. Während einer simulierten Mondmission leben und arbeiten sie dort. Was ihnen jedoch noch fehlt, ist ein leistungsfähiges und autarkes Energiesystem. Genau das sollen die Forscher:innen während der EES Island Challenge entwickeln.
Photovoltaik auf dem Mond: Zwei Teams entwickeln Konzepte
Am 12. März 2026 hat die ESA den beiden angetretenen Teams die Aufgabenstellung übergeben. Sie sollen ein Konzept entwickeln, wie der FLEXhab bei künftigen Mondmissionen völlig autark mit Strom versorgt werden kann. Die Teams kommen vom Helmholtz-Institut Berlin/Universität Potsdam und der RWTH Aachen. Ihnen gehören Experten und Nachwuchskräfte aus den Bereichen Photovoltaik und Energiespeicherung an. „Der Mond ist etwas mehr als 380.000 km von der Erde entfernt. Derzeit werden intensive Anstrengungen unternommen, um die Oberfläche unseres nächsten planetarischen Nachbarn nachhaltig zu erforschen. Obwohl die Umgebungsbedingungen dort schwierig sind, gibt es viele Energieressourcen, die dort genutzt oder erschlossen werden können. Ich bin sehr gespannt darauf, welche Lösungen die Teams entwickeln werden“, sagt Aidan Cowley, Science Officer bei der ESA. In den kommenden Wochen werden die Teams daran arbeiten und im Juni ihre Ergebnisse auf der EES Europe vorstellen.
Die Challenge und die Präsentation der Ergebnisse sind eines der Highlights auf der EES Europe, Europas größter und internationalster Fachmesse für Batterien und Energiespeichersysteme. Die Fachmesse findet vom 23. bis 25. Juni in der Messe München im Rahmen der The smarter E Europe statt, Europas größter Messeallianz für die Energiewirtschaft deren Teil auch die Intersolar ist.
Quelle: Solar Promotion | solarserver.de © Solarthemen Media GmbH